Weiterhin nur Zuschauer: 08-Leistungsträger Georgios Pintidis ist gegen die U23 des KSC noch gesperrt. Foto: Marc Eich

Was sich 08-Coach Steffen Breinlinger von seinem Team am Samstag in Karlsruhe wünscht. Der KSC-Coach erwartet eine „Top-Oberligamannschaft“ aus Villingen.

Oberliga: Karlsruher SC II – FC 08 Villingen (Samstag, 14.30 Uhr, Badenia-Stadion). Der erste wichtige Teil dieser Woche ist beim FC 08 Villingen abgehakt. Bei der Jahreshauptversammlung gab es die befürchtete personelle Eskalation bei der Findung eines neuen Vorstandsteams am Mittwochabend nicht.

 

Denis Stogiannidis zog sich zurück. Mit einer klaren Mehrheit wurden von 191 Mitgliedern gewählt: Frederick Bruno (Vorstand Sport- und Jugend), Dominik Falk (Vorstand Finanzen) und Alexander Steudtner (Geschäftsführender Vorstand).

O8-Coach Steffen Breinlinger, der ebenfalls im Villinger Münsterzentrum anwesend war, ist erleichtert: „Endlich steht hinter diesem Kapitel ein Punkt. Es war eine Sache, die den Verein zuletzt belastet hat.“

Die Einschätzung von Steffen Breinlinger

Doch nun wird wieder Fußball beim FC 08 gespielt. Für den Oberligisten (8./21) geht es am Samstag zur U23 des Karlsruher SC, dem bisher besten Aufsteiger in dieser Oberliga-Saison, der mit 19 Punkten Zehnter ist.

Steffen Breinlinger spricht mit viel Respekt vom kommenden Gegner: „Das ist eine technisch sehr visierte und talentierte Mannschaft. Wir müssen an unsere guten Leistungen, die wir in Mannheim und gegen Hollenbach zeigten, anknüpfen, sonst werden wir gegen den KSC nichts holen.“

Der 08-Coach freut sich über den Weg seines Teams, „aber wir dürfen uns nicht darauf ausruhen. Wir müssen weiter wachsen, offensiv die Spielkontrolle haben und defensiv stabil sein.“

Die Personalien

Georgios Pintidis ist weiterhin gesperrt, auch Kevin Hezel (verletzt) wird definitiv am Samstag fehlen. Nico Tadic (Prellung im Adduktorenbereich), Fabio Liserra (Erkältung) und Jonas Busam (umgeknickt) konnten in dieser Woche nur eingeschränkt trainieren. „Doch wir hoffen sehr, dass alle drei in Karlsruhe dabei sind“, betont Steffen Breinlinger.

Karlsruher SC U23

Der Aufsteiger aus Karlsruhe kam nach einem Stotterstart besser in Schwung. „Vor allem in Sachen Physis war es in der Oberliga für unsere jungen Spieler zunächst nicht einfach“, blickt Dietmar Blicker auf die ersten vier Saisonspiele ohne Dreier zurück. Danach sammelte die Bundesliga-Reserve fleißig Punkte. „Wir haben uns angepasst und weiterentwickelt. Fußballspielen können die Jungs ja“, freute sich Blicker besonders über die starken Auftritte gegen die beiden Top-Teams VfR Mannheim (2:1) und VfR Aalen (0:0).

Seit drei Spielen warten die Karlsruher aber wieder auf einen Sieg. Zuletzt gab es ein 1:1 beim SSV Reutlingen, davor stand eine nicht einkalkulierte 1:3-Heimniederlage gegen Mitaufsteiger Türk. SV Singen. Den früheren Coach des ATSV Mutschelbach überrascht die fehlende Konstanz nicht. „Wir sind nicht nur eine sehr junge Mannschaft, sondern es gibt auch eine hohe Fluktuation“, weiß der Hochschulsport-Leiter des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erst oft am Freitag, welche Spieler von den Profis in den U23-Kader beordert oder welche seiner Talente in die Zweitliga-Mannschaft befördert wurden.

Das Ziel

Dietmar Blicker erwartet am Samstag ein „sehr schweres Spiel“. Villingen hätte einen für die Oberliga überragenden Kader, sei von der individuellen Klasse her eine der Topmannschaften der Klasse. „Das ist für uns ein Entwicklungsspiel“, hofft der 55-Jährige aber nicht nur, dass seine Jungs etwas lernen, sondern auch punkten.

Mario Klotz

Unterdessen hält Ex-08-Coach Mario Klotz die DFB-A-Lizenz in den Händen. „Das ist ein weiterer wichtiger Schritt auf meinem Weg. Es war eine wertvolle, intensive und lehrreiche Zeit, in welcher ich als Trainer und als Mensch gewachsen bin. Ich bin sehr dankbar um diese Erfahrung“, sagt der ehemalige Villinger Trainer, der zuletzt den 1. Göppinger SV betreute.