Die Oberbürgermeisterin steht in der Pflicht, findet unsere Redakteurin Karin Zeger mit Blick auf die Kritik aus dem Gemeinderat.
Die Wünsche der Fraktionsvorsitzenden spiegeln zugleich die offensichtlichen Unzulänglichkeiten der Schramberger Rathausspitze wider: konstruktives Arbeiten, gute Führung, klare Kommunikation und Offenheit.
Die Kritik an Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr zog sich durch alle drei Haushaltsreden – teils unverblümt, teils zwischen den Zeilen, aber treffsicher. Tanja Witkowski, Thomas Brantner und Udo Neudeck sprachen das aus, was in der Stadt (noch) hinter vorgehaltener Hand gesagt wird. Für den Einbruch der Gewerbesteuer oder die überbordende Bürokratie tragen andere die Verantwortung.
Der Kosmos Schramberg ist jedoch klein genug, um Verantwortung klar zuordnen zu können: Wer Projekte verschleppt und verzögert, Rückmeldungen schuldig bleibt und eine schlecht erreichbare Verwaltung verantwortet, steht zwangsläufig selbst in der Pflicht.
Die Fraktionen des Schramberger Gemeinderats zeigen Geschlossenheit, während die Rathauschefin zunehmend isoliert wirkt.