Südlich des Bürgerwindparks Südliche Ortenau plant Ringsheim bis zu vier weitere Windräder Foto: Ettenheimer Bürgerenergie/Bold

Im Schuttertäler Gemeinderat wurde Kritik an der Gemeinde Ringsheim laut. Denn diese plant zurzeit bis zu vier neue Windkraftanlagen bei Dörlinbach.

Ringsheims Pläne, im Hohwald zwischen Ettenheimmünster und Dörlinbach – eine Exklave der Gemeinde – bis zu vier neue Windräder zu errichten, stieß im Schuttertäler Rat auf Kritik. Julia Zehnle (CDU) griff die Berichterstattung unserer Redaktion auf und betonte, dass die Gemeinde sich klar dagegen positioniert hat, dass diese Fläche zu einem Vorranggebiet für Windräder wird. „Das Landratsamt hat diese Position bekräftigt“, so Zehnle.

 

Sie finde es nicht gut, dass die Gemeinde Ringsheim nicht die Entscheidung des Regionalverbands über die Vorranggebiete abwartet. Ihre Sorge: Der Regionalverband könnte sich bei der Auswahl der Gebiete von bestehenden Plänen beeinflussen lassen. Sie wünsche sich, dass die Auswahl „ganzheitlich gesehen wird. Wir sehen und hören diese Windräder, von Ringsheim sind sie zehn Kilometer weg“. Zehnle bat Bürgermeister Matthias Litterst, noch einmal mit dem Regionalverband in Kontakt zu treten.

Dies sicherte Litterst zu: „Wir werden schriftlich nachhaken.“ Auch er könne nicht verstehen, warum Ringsheim bereits jetzt anfängt, zu planen. Er gehe aber davon aus, dass der Regionalverband unabhängig davon die Einwendungen gegen mögliche Vorranggebieten prüft. Litterst erklärte zudem erneut, dass er die Haltung Schuttertals nach Ringsheim transportiert habe. Bürgermeister Pascal Weber habe ihn zuletzt schriftlich darüber informiert, dass der Gemeinderat dort den Auftrag erteilt hat, die Planungen voranzutreiben.

Kurt Weber (CDU) forderte, Pascal Weber möge doch einmal in den Schuttertäler Rat kommen. Der Zeitpunkt dafür, so Litterst, sei gegeben, wenn ein Regionalplan vorliege.