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Kultusministerium Singen und Blasmusik an Schulen bald erlaubt

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Bald soll in den Klassenzimmern in Baden-Württemberg wieder gesungen werden dürfen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Stuttgart - Die Schulen im Land stecken im Corona-Stress. Für die Opposition hätte man ganz anders mit der Pandemie umgehen müssen. Die SPD klagt über ein katastrophales Management der Kultusministerin.

Entgegen ursprünglicher Planungen könnten Singen und Blasmusik in geschlossenen Räumen an Schulen unter gewissen Bedingungen nach den Sommerferien nun doch erlaubt werden. "Keiner will, dass Blasmusik oder Singen in unseren Schulen keinen Platz kriegt", erklärte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch im Landtag. "Wir prüfen das sehr engmaschig."

Man setze drauf, dass man in den nächsten Tagen Untersuchungen bestätigen könne, "dass man sagen kann: Mit zwei Metern Abstand, begrenzt auf eine bestimmte Gruppe, mit Durchlüftung, mit anderen Vorgaben kann man Singen und Blasmusik in den Schulen ermöglichen." Trotzdem müsse man den Gesundheitsschutz weiterhin im Blick haben. "Wir entscheiden analog zum Infektionsgeschehen und gehen Schritt für Schritt voran."

Wie geht es für Schüler nach den Sommerferien weiter?

Ziel müsse sein, eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums.

Vorwuf: Politik ein "mittleres Desaster"

Die SPD im Landtag wirft Kultusministerin Susanne Eisenmann indessen in der Bildungspolitik Versagen auf ganzer Linie vor. Eisenmanns Politik sei derzeit ein "mittleres Desaster", sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Fulst-Blei, der Deutschen Presse-Agentur. So habe es Eisenmann in den vergangenen Jahren nicht geschafft, die Digitalisierung voranzubringen. "Das fällt uns jetzt auf die Füße."

Zudem greife das Nachhilfeprogramm in den Sommerferien, mit dem Lernlücken geschlossen werden sollen, viel zu kurz. Kinder aus schwächeren Familien erreiche man mit dem freiwilligen Angebot in den letzten beiden Ferienwochen nicht. Stattdessen fordert die SPD ein Nachhilfebudget für das gesamte nächste Schuljahr. Sonst werde die Bildungsmisere weiter verschärft, warnte Fulst-Blei.

Auf Kritik reagiere sie "abwatschend"

Vor allem aber habe Eisenmann die Schulpflicht "faktisch abgeschafft", da auch künftig ein Anruf reiche, damit ein Kind zu Hause bleiben könne. "Genau die, die es am nötigsten haben, bleiben dann zu Hause", sagte Fulst-Blei. Er spricht von einer toxischen Mischung - einerseits schaffe Eisenmann die Schulpflicht ab, und andererseits mache sie den Schülern kein Angebot, Bildungsdefizite aufholen. Mit dem Scheitern der Bildungsplattform ella habe sie mit Innenminister Thomas Strobl (CDU) einen Schaden von 6,5 Millionen Euro verursacht. Auf Kritik und Hinweise reagiere sie "abwatschend".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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