Unzufriedenheit mit dem Zahlenwerk zum aktuellen Haushalt herrscht im Furtwanger Gemeinderat. Foto: © DOC RABE Media – stock.adobe.com

Im Gemeinderat wird Kritik am Zahlenwerk 2026 laut. Isolde Grieshaber (UL) spricht von Mängeln und inhaltlichen Fehlern. Manfred Kühne (CDU) sieht die Lust an der Arbeit schwinden.

Bei den Haushaltsreden im Furtwanger Gemeinderat gab es von den Fraktionen auch Kritik an dem Zahlenwerk: Es sei unübersichtlich. Als erster Redner erklärte Rainer Jung (FW), dass die nötigen Erklärungen und Kommentare fehlten. Dies mache den Gemeinderäten, die dies alles in ihrer Freizeit und im Ehrenamt leisten, sehr schwer, das Zahlenwerk zu verstehen.

 

Dazu gab es mehrere Beispiele, wo nach der Einbringung im Januar noch Korrekturen nachgereicht wurden, beispielsweise weil bestimmte Beträge im Haushaltsplan nicht richtig zugeordnet waren. Die letzten Änderungen seien am Abend vor der Sitzung eingetroffen, als die Haushaltsrede längst geschrieben gewesen sei. „Die Unlust an dieser Arbeit steigt ins Unermessliche“, monierte Rainer Jung.

Manfred Kühne (CDU) bestätigte diese Beobachtungen. Vor allem die fehlenden Kommentierungen seien ein Problem. Man habe inzwischen einige Antworten erhalten. „Es wäre vielleicht hilfreicher gewesen, wenn wir diese terminlich früher bekommen hätten“, betonte Manfred Kühne. Isolde Grieshaber (UL) kritisierte ebenfalls die „Mängel und inhaltlichen Fehler“ im vorgelegten Plan. Zahlen vorne im Vorwort stimmten mit den Ansätzen weiter hinten im Plan nicht überein. Die Informationen und Erklärungen seien nach wie vor spärlich, „eine große Zumutung fürs Ehrenamt“.

Auch nachdem am Mittwoch der Haushalt 2026 verabschiedet worden war, gab es noch weitere Anmerkungen zu diesem Thema. So wurde angeregt, dass man gerade im Blick auf Mitglieder des Gemeinderats, die mit den Zahlen nicht so vertraut sind, vor den eigentlichen Beratungen noch einmal eine Art Workshop anbieten sollte, um auf verschiedene Details einzugehen.

Manfred Kühne erinnerte außerdem daran, dass eigentlich Ergänzungen zu den Vorlagen, also auch zum Haushaltsplan, mindestens sieben Tage vor der Beratung bekanntgegeben und damit den Gemeinderäten zugestellt werden müssten. Dies sollte man in der Zukunft wieder einhalten. Gerade in diesem Jahr sei das sehr extrem gewesen und Ergänzungen erst in letzter Minute eingetroffen. Auch Isolde Grieshaber (UL) machte deutlich, dass es künftig keine kurzfristigen Änderungen mehr geben sollte. Bürgermeister Florian Merz ist aber zuversichtlich, dass mit dem künftigen Daten-Programm solche Irritationen, die dann kurzfristig in den Tabellen noch korrigiert werden müssen, deutlich seltener vorkommen sollten.