Zum Kindergartenjahr 2023/2024 führt die Gemeinde Schuttertal neue Richtlinien zur Vergabe von Kita-Plätzen ein. Foto: Kiryakova

Zum Kindergartenjahr 2023/2024 führt die Gemeinde Schuttertal neue Richtlinien zur Vergabe von Kita-Plätzen ein. Das hat der Gemeinderat am Dienstag im Dörlinbacher Rathaus beschlossen.

Schuttertal -  Bislang galten die "Aufnahmekriterien für die katholischen Kindergärten der Seelsorgeeinheit Schuttertal" aus dem Jahr 2010. Die neuen Kriterien wurden vor dem Ratsbeschluss im Lenkungskreisberaten, bestehend aus Vertretern der Gemeinde und der Kirche, Vertretern der Eltern und der Leitung der Kindergärten. Da das Thema für Familien sehr wichtig ist, waren viele Eltern zu der Sitzung gekommen.

Der Vorschlag wurde grundsätzlich von allen befürwortet. Ein Punkt stieß bei den Elternvertretern aber auf Kritik, nämlich dass Krippenkinder bei der Platzvergabe keinen Vorrang gegenüber Neuanmeldungen für Kinder Ü3 haben sollten.

Dagegen wünschen sich die Eltern, dass Krippenkinder bevorzugt werden sollen, denn sie seien beim Wechsel in die höhere Altersstufe bereits mit der Einrichtung vertraut. Die Kinder sollten davor aber mindestens neun Monate in ihrer Krippengruppe gewesen sein.

Schuttertals Bürgermeister Matthias Litterst stimmte im Prinzip zu, gab aber zu bedenken, dass einige Ü3-Kinder, die nicht in der Krippe waren, so keinen Platz in ihrer Wunscheinrichtung bekommen könnten.

Die neuen Vergaberegeln

Der Antrag von Gemeinderätin Julia Zehnle, diese Frist auf ein Jahr zu erhöhen, wurde mit Mehrheit angenommen. Vier Räte stimmten dafür, die anderen zehn enthielten sich. Damit wurde dieser Vorschlag angenommen. Damit war der Antrag von Gemeinderat Michael Vögele nicht zulässig: Er hatte den Vorschlag der Eltern befürwortet, dass Krippenkinder, die bevorzugt einen Platz in den Ü3-Gruppen erhalten sollten, mindestens neun Monate vorher in ihrer Gruppe gewesen sein sollten.

Grundsätzlich werden Kinder vorrangig aufgenommen, die in der Gemeinde Schuttertal leben. Kinder in besonderen Lebenssituationen werden priorisiert. Für die Aufnahme gibt es eine Reihenfolge an Kriterien: Familien müssen an der jährlichen Bedarfsumfrage teilgenommen haben. Voranmeldungen für künftige Kita-Jahre werden nicht angenommen.

Der zweite wichtige Punkt sind Geschwisterkinder: Kinder, deren Geschwister bereits in der gewünschten Einrichtung betreut sind, werden vorrangig aufgenommen. Als Drittes werden jetzt, nach dem Vorschlag der Elternvertreter, Krippenkinder priorisiert. Vierter Punkt ist das Alter der Kinder: Ältere Kinder haben Vorrang.

Vier Kitas in der Gemeinde

In der Gemeinde Schuttertal gibt es in jedem Ortsteil einen Kindergarten. Alle drei Kitas sind katholisch und gehören zur Seelsorgeeinheit "Kirche an der Schutter". Dazu kommt die Wald- und Natur-Kita in Dörlinbach. Insgesamt werden 142 Kinder in den Kitas betreut. Der Wald und Naturkindergarten bietet zukünftig 20 Plätze.