Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden. Foto: Weber

Die Hintergründe einer Tat am Mittwochmorgen in der Franz-Volk-Straße sind laut Polizei noch schleierhaft. Die Beamten ermitteln wegen schwerer räuberischer Erpressung.

Nach den Schilderungen eines Vaters und seines Sohnes wurden sie kurz nach 5.30 Uhr in ihrer Wohnung eines Mehrfamilienhauses von einer Gruppe bislang unbekannter Männer überfallen. Mehrere maskierte und schwarz bekleidete Personen hätten sich gewaltsam Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft und Bargeld gefordert.

 

Die Täter hätten sich als Polizisten ausgegeben, wobei eine Person mit Vollbart ein T-Shirt mit der Aufschrift „Polizei“ getragen habe. Im weiteren Verlauf habe einer der falschen Polizisten Pfefferspray eingesetzt und der Vater sei gefesselt worden.

Sowohl der Vater als auch der Sohn sollen massiv attackiert, geschlagen und getreten worden sein. Beide waren auch von Verletzungen gezeichnet, so die Polizei. Weil die Eindringlinge möglicherweise nicht das fanden, was sie sich erhofft hatten, seien sie mit einem unbekannten Fahrzeug und quietschenden Reifen geflüchtet.

Die Beamten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen und prüfen unter anderem, ob die Überfallenen möglicherweise auch Opfer einer Verwechslung geworden sein könnten.

Die Ermittler richten sich nun mit folgenden Fragen an die Bevölkerung: Wer hat in der Franz-Volk-Straße/Okenstraße oder rund um das Bahnhofsareal eine verdächtige Personengruppe beobachtet, möglicherweise mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Polizei“? Gibt es Zeugen, denen auf dem Weg zum Bahnhof ein oder mehrere Fahrzeuge ins Auge gefallen sind, die sich mit quietschenden Reifen oder schneller Geschwindigkeit entfernt haben?

Zeugen sollen sich sich unter Telefon 07821/21 28 20 beim Kriminaldauerdienst melden.