Was ist denn auch in Dunningen los? Ein echter Kriminalfall beschäftigt die Narren. Und kaum zu glauben aber wahr: Bei der Schlüsselübergabe am Schmotzigen gibt es bei aller Kritik auch Lob für Schultes und Gemeinderat in Holzäpfelhausen.
„Kritik isch gut und recht – aber es isch auch nicht immer alles schlecht“ – ziemlich gnädig zeigt sich Narrenzunft-Präsident Michael Notheis bei der Machtübernahme am Schmotzigen. Bevor er Bürgermeister Peter Schumacher den Schlüssel abnimmt, hat er tatsächlich Lob parat.
Man dürfe die Herrschaften in Rathaus und Gemeinderat auch mal loben für die Tatsache, dass in Dunningen ziemlich viele Projekte gut voran gehen. „Da sind andere schlechter dran“, meint der Zunftpräsident anerkennend.
Die Kripo ermittelt
Das war es dann aber auch schon mit den netten Worten, denn natürlich haben die Narren, wie es sich gehört, einiges zu beanstanden. Zum Beispiel, dass Dunningen langsam aber sicher zum kriminellen Pflaster wird. Die Kripo wurde im Ort gesichtet, wie Notheis verrät. Und der Fall zweier toter Bäume beim Kecke-Beck stellte sich doch tatsächlich als Vergiftung derselben heraus.
Zustände wie in der Großstadt
Über Zustände wie in der Großstadt macht sich Notheis verständlicherweise Sorgen – da würde es schon helfen, wenn die Straßenbeleuchtung in Dunningen nachts einfach mal länger brennen würde, sagt er. Stattdessen sei es „kuhsacknacht“ auf dem Heimweg nach dem ein oder anderen geselligen Beisammensein.
Und dass die Bürger ihrer Räum- und Streupflicht nachkommen, ganz im Gegensatz zur Gemeinde, gab er dem Schultes auch noch mit auf den Weg. Vom ach so heiligen Hallenboden ganz zu schweigen, den scheinbar nicht alle Vereine zum Schutz mit Matten auslegen müssen.
Bürgermeister Peter Schumacher räumt ein, dass man im Baumvergiftungs-Kriminalfall im Dunkeln tappe. Er hofft auf Auflösung durch die Narren spätestens bis Aschermittwoch. Und beim Räumdienst werde jetzt halt nur noch straßenweise geräumt – bei Notheis vor dem Haus sei dies im Mai und Juni anberaumt.
Kompromiss in der Halle
Kompromissfähig zeigt sich Schumacher beim Hallenboden. Es würden künftig einfach für alle Besucher Schlappen verteilt. Derart versöhnt geht es mit einem dreifachen „Holz – Äpfel“ unter den Klängen des Musikvereins zum geselligen Teil des Abends über. Wie lang die Straßenlampen wohl an diesem Abend brennen?