Die Kriminalstatistik 2023 hat Sven Groß vom Polizeiposten Meßstetten den Gemeinderäten vorgestellt und ging auf die Zahlen im Detail ein.
Über die polizeiliche Kriminalstatistik wurden die Nusplinger Gemeinderäte in der vergangenen Sitzung informiert. Dabei hatte der stellvertretende Revierleiter aus Meßstetten, Sven Groß, nichts Außergewöhnliches zu berichten. „Nusplingen ist ein friedliches Pflaster“ bestätigte auch Bürgermeister Jörg Alisch zufrieden.
Das ein oder andere Delikt sei im vergangenen Jahr verzeichnet worden – jedoch nichts, was Grund zur Beunruhigung gäbe. Sven Groß ging detailliert auf die Zahlen ein. Im Jahr 2023 wurden 30 Unfälle in Nusplingen vom Polizeiposten bearbeitet – zwei mehr als im Jahr zuvor – darunter 21 Kleinstunfälle wie beispielsweise Parkrempler.
Zahl der Straftaten stieg von 28 auf 41 an
Glücklicherweise habe es bei diesen Unfällen nur drei Leichtverletzte gegeben. Einen Unfallschwerpunkt konnte der Polizeihauptkommissar nicht festmachen. Es gebe keine besondere Gefahrenquelle in Nusplingen, auf die man ein Auge haben müsste.
Die Zahl der Straftaten war im vergangenen Jahr von 28 auf 41 angestiegen. Die Aufklärungsquote lag bei fast 76 Prozent und damit deutlich über dem Landesschnitt. Unter den 31 Tatverdächtigen befanden sich drei Jugendliche.
Keine außergewöhnlichen Probleme erkennbar
Groß warf mit den Gemeinderäten einen genaueren Blick auf die Art der Delikte. Die Mehrzahl, nämlich 14, hatten den Tatbestand „Rohheit/persönliche Freiheit“.
Hier handelte es sich um Fälle wie häusliche Gewalt, Körperverletzung zwischen Nachbarn oder Verwandten. Ein Beschuldigter war mit vier Vorgängen zum Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verzeichnet.
In Nusplingen müsse man also weder Angst vor Schlägerbanden haben, die durch den Ort ziehen, noch davor, dass die Gemeinde ein Umschlagplatz für Drogen sei, fasste es Groß zusammen. Die Kriminalitätsbelastung liege weit unter dem Landes- und dem Kreisschnitt.
Auch gebe es keine Hinweise auf einen Schwerpunkt im Bereich der Jugendkriminalität. Drei Viertel der Tatverdächtigen waren Deutsche. Nur sieben von 31 Tatverdächtigen waren Frauen.
Sven Groß: Brennpunkte gebe es in Nusplingen keine
„Wir vom Polizeiposten Meßstetten sehen keine außergewöhnlichen Probleme in Nusplingen“, fasste Sven Groß zusammen. Es gebe keine Brennpunkte. Bürgermeister Alisch lobte die gute Zusammenarbeit mit der Polizei und bestätigte: „Wir fühlen uns gut betreut.“