Polizeibeamte berichteten den Nusplinger Gemeinderäten über die Kriminalitätsstatistik 2024 – und blickten auf 2025 voraus. Diebstähle auf dem Friedhof stechen heraus.
„Nicht wirklich Dramatisches“ hatte Polizeihauptkommissar Jens Döppert vom Polizeiposten Meßstetten zur Kriminalstatistik von Nusplingen für das Jahr 2024 in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend zu berichten. Gemeinsam mit dem Leiter des Polizeireviers Albstadt, Detlef Wysotzki, stand er dem Gremium Rede und Antwort. Die Zahl der Unfälle sei im vergangenen Jahr deutlich zurück gegangen, so Döppert. Fünf Personen seien bei 21 Verkehrsunfällen leicht verletzt worden.
Einen klaren Unfallschwerpunkt in der Gemeinde sei von Seiten der Polizei nicht festzustellen. „Hauptsächlich hat es im Kernort selbst gescheppert“, so der Polizeihauptkommissar. Auch die Zahl der Straftaten ist im Jahr 2024 – verglichen mit dem Vorjahr – deutlich von 41 auf 20 zurückgegangen. Drei Viertel aller Taten konnten aufgeklärt werden. Unter den 18 Tatverdächtigen befanden sich ein Heranwachsender sowie ein Jugendlicher. „Kinder haben in Nusplingen keine Straftat begangen“, informierte Döppert weiter. 15 Tatverdächtige waren deutscher Herkunft. Zwei Drittel der Verdächtigen im Jahr 2024 waren Männer. Der Ausblick auf das laufende Jahr fällt jedoch nicht so rosig aus. Bisher musste sich die Polizei in Nusplingen bereits um 53 Straftaten kümmern. Hier entfielen allerdings alleine zwölf Einzelfälle auf die Diebstähle auf dem Nusplinger Friedhof.
Hinzu kämen weitere Diebstähle aus zum Teil unverschlossen geparkten Autos. Im Bereich der Straftaten, kam Döppert zurück auf das Jahr 2024, habe es jedoch erfreulicherweise unter anderem keine Wohnungseinbrüche, keine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und vor allem keine Straftaten gegen das Leben gegeben. Die Anzahl der Taten gegen die persönliche Freiheit sei gar von 14 im Jahr 2023 auf zwei Taten im vergangenen Jahr zurück gegangen. „Hier sind wir wirklich auf einem guten Weg“, fasste Döppert zusammen. Die Gemeinderäte Sarah Reger und Andreas Kleiner verwiesen in der anschließenden Fragerunde auf die Parksituation in der Schulstraße.
Verstärkt Kontrollen in der Schulstraße
Dort herrsche zwar seit Kurzem ein absolutes Halteverbot, was jedoch nicht von allen eingehalten werde. „Da geht es zum Teil zu wie im Wilden Westen“, so Andreas Kleiner. Jens Döppert sicherte zu, künftig die ein oder andere Kontrolle zu den Stoßzeiten vorzunehmen. Bürgermeister Jörg Alisch bedankte sich bei den Polizeibeamten für ihre Arbeit über das Jahr hinweg. Die Zusammenarbeit funktioniere reibungslos. „Das klappt wirklich gut“, lobte der Bürgermeister.