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Kriminalität Schlag gegen Autoschieber-Bande

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Rund 200 Autos sollen die Verdächtigen aufgebrochen haben. (Symbobild) Foto: dpa

Heilbronn - Ermittlern in Heilbronn ist ein weiterer Schlag gegen eine Bande mutmaßlicher Autoknacker gelungen. Es seien mindestens 279 einzelne Taten aufgeklärt worden, teilten die Staatsanwaltschaften Heilbronn und Mosbach mit. Die Diebstähle - darunter vor allem Navigationsgeräte und Autoradios - sollen einen Schaden von mehreren Millionen Euro angerichtet haben. Weitere Einzelheiten zu den litauischen Verdächtigen sollen am Donnerstag in Heilbronn mitgeteilt werden.

An den Ermittlungen beteiligt waren neben den beiden Staatsanwaltschaften auch die baden-württembergische und die bayerische Polizei, das Bundeskriminalamt, die europäische Polizeibehörde Europol, die litauischen Sicherheitsbehörden und Beamte aus Belgien. Immer wieder sorgen organisierte Autoknacker-Banden für Schlagzeilen.

Allerdings geht die Zahl der Aufbrüche in Baden-Württemberg stark zurück. Nach Angaben des Landeskriminalamts wurden im vergangenen Jahr 7185 Fälle registriert, das sind 25 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zuletzt waren Ende des vergangenen Jahres mehrere Männer und eine Frau verhaftet worden. Die litauischen Staatsangehörigen und ein Deutscher tadschikischer Herkunft sollen seit November 2017 vor allem in Baden-Württemberg Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 1,3 Millionen Euro geknackt und geklaut haben.

Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) ist Litauen ein führender illegaler Absatzmarkt in Osteuropa. In Deutschland gestohlene Autos oder Autoteile würden meistens ins Ausland geschmuggelt, die Wagen dort zerlegt. "Insbesondere in afrikanischen und osteuropäischen Staaten besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach günstigen Kfz-Ersatzteilen", heißt es im Bundeslagebild Kfz-Kriminalität 2017 des BKA. "Diese kann durch die Entnahme von Ersatzteilen aus entwendeten Kfz gedeckt werden." Verkauft würden Teile wie Airbags oder Navis, aber auch größere Komponenten wie Motoren, Getriebe und Karosserieteile "über gängige Internetportale".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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