Nach zwei Einbrüchen im Jugendzentrum Sulz ist es nun soweit: Die Stadt will in moderne Technik investieren, um weitere Straftaten zu verhindern.
Schon zweimal ist in das Jugendzentrum Sulz in der Rottweiler Straße eingebrochen worden.
Der erste Einbruch erfolgte in der letzten Oktoberwoche. Damals verschafften sich die Einbrecher gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude und entwendeten mehrere Elektrogeräte sowie Bargeld im niedrigen dreistelligen Bereich.
Wunsch nach Überwachung
Die zweite Straftat wurde in der Nacht von Donnerstag, 13. November, auf Freitag, 14. November, begangen. Durch das gewaltsame Eindringen ins Jugendzentrum erbeuteten Unbekannte eine geringe Menge Bargeld und Getränke.
Wie geht die Stadt mit diesem Sachverhalt um? „Die Jugendlichen wollen eine Kamera-Überwachung“, weist Stadtrat Stefan Link (AfD) im Gemeinderat auf Gespräche hin, die er mit den Heranwachsenden geführt habe.
Motiv sorgt für Unverständnis
„Frau Teller ist mit dem Anliegen schon auf die Verwaltung zugekommen“, bringt Bürgermeister Jens Keucher das Gremium auf den aktuellen Stand. Die Stadtjugendpflegerin leitet seit 2011 das Kinder- und Jugendbüro und ist somit auch zuständig für das Jugendzentrum.
„Wer bricht denn in ein Jugendhaus aus, in dem es außer einer alten PS4 nichts zu holen gibt“, fragt sich Keucher. Doch solchen schweren Einbrüchen wolle man seitens Verwaltung nun einen Riegel vorschieben.
Videoüberwachung an Schulen
„Es ist der eigene Raum der Stadt“, klärt der Bürgermeister die Besitzverhältnisse. Da werde man mittels moderner Kamera-Technik in Zukunft ein Auge darauf haben.
Die Maßnahme ist jedoch keine Neuheit. Videoüberwachung kommt in Sulz bereits zum Einsatz – und zwar an der Grund- und Werkrealschule. Auf das Gelände der Lina-Hähnle-Realschule sind Kameras gerichtet, und auch das Albeck-Gymnasium hat Interesse daran bekundet.
Für die Ausweitung der Videoüberwachung sind im städtischen Haushalt 7000 Euro eingestellt. Aber kann das Videomaterial tatsächlich bei der Strafverfolgung helfen?
Abschreckung ist schon ein Effekt
„In erster Linie hängt das von der Qualität des Videomaterials ab. Wenn dieses zur Identifizierung von Tätern und Aufklärung von Straftaten dient, können solche Aufnahmen wertvolle Beweismittel sein. Aber nicht zu unterschätzen ist auch die präventive Wirkung von Videoüberwachungen“, betont Daniel Brill, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz.