Am häufigsten ist die Polizei in der Scheffelstraße gefragt – meistens wegen Ladendiebstahl. Foto: Anja Bertsch

Die Debatte um die Sicherheit im öffentlichen Raum Schopfheims war zeitweise aufgeheizt. Die aktuelle Kriminalstatistik liefert Anhaltspunkte für eine Entspannung der Gemüter.

Einige Kategorien können als Indikatoren für die Sicherheitslage im öffentlichen Raum dienen.

 

Gewaltkriminalität im öffentlichen Raum: Gegenüber den beiden Vorjahren ist die Gewaltkriminalität im öffentlichen Raum zwischen Maulburg und Feldberg weiter zurückgegangen – von 47 Fällen in 2023 über 43 in 2024 auf 35 in 2025. In 27 Fällen handelte es sich bei den verzeichneten Straftaten um schwere/gefährliche Körperverletzungen, sieben Fälle fielen in die Kategorie Raub/räuberische Erpressung, einer in den Bereich sexueller Nötigung. Leichte Körperverletzungen sind im Deliktsbereich „Gewaltkriminalität“ nicht erfasst. Beachtlich die Aufklärungsquote: 83 Prozent.

Straßenkriminalität: Deutlich weiter gefasst ist der Begriff der Straßenkriminalität, der sämtliche Straftaten im öffentlichen Raum umfasst – neben Gewaltdelikten beispielsweise auch Fahrraddiebstahl oder Sachbeschädigung. Eine Serie von Sachbeschädigungen zeichnet denn auch für die hohe Fallzahl in Sachen Straßenkriminalität (mit-)verantwortlich: Diese lag mit 417 2025 deutlich über den 385 aus 2024 und über dem Fünf-Jahres-Mittel von 360. Allein 70 Fälle davon gehören zu besagter Serie von Sachbeschädigungen, die sich über einen längeren Zeitraum hinzog. Betroffen waren Kraftfahrzeuge vor allem in Zell, die „Täterschaft“ konnte letztlich dingfest gemacht werden. „Ein hoher Anstieg, aber erklärbar – und aufgeklärt“, fasst Revierleiter Ralf Ühlin zusammen. Jenseits dieser Serie gab es weitere gut 60 Sachbeschädigungen an Kfz.

Messerangriffe: Fünf der 18 Messerangriffe 2025 ereigneten sich im öffentlichen Raum, gegenüber sieben in 2024 und acht in 2023. Alle fünf Messerangriffe aufgeklärt.

„Hotspots“ in Schopfheim: Einige Plätze und Straßen Schopfheims sind als Hotspots verschrien. Lässt sich das mit Zahlen unterlegen?

Die absolut höchsten Zahlen „liefert“ die Scheffelstraße: 110 Mal war die Polizei vor Ort in der Fußgängerzone („Einsatzlagen“) und verzeichnete dabei 58 Straftaten. Die absolute Mehrzahl davon wiederum – 39 Fälle – entfiel auf Ladendiebstahl. Daneben wurden je drei Sachbeschädigungen und drei Mal Körperverletzungen verzeichnet. In Bereich Pflughof/evangelische Stadtkirche gab es 58 Einsatzlagen, davon 15 Straftaten (unter anderem drei Mal Körperverletzung, vier Diebstähle und zwei Mal Sachbeschädigung.

An der Stadthalle/Parkdeck gab es zehn Einsatzlagen, davon drei Straftaten (Diebstahl, Sachbeschädigung und (unbestätigter) Verdacht auf K.O.-Tropfen). Für den Skaterplatz schließlich weist die Statistik acht Einsatzlagen aus, davon drei Straftaten ((Diebstahl, Bedrohung, Fahren ohne Fahrerlaubnis).