Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung wird in Meßstetten die Kriminalstatistik vorgestellt. Die gibt von den Zahlen her Anlass zur Freude.
Die Lage in Meßstetten entspannt sich merklich. Das wurde bei der Vorstellung der Kriminalstatistik im Gemeinderat klar. Zunächst ging Detlef Wysotzki vom Albstädter Polizeirevier auf die übergeordnete Lage ein. Im Land Baden-Württemberg werde die Tendenz zumindest bei den Unfällen zwar schlechter, „aber auch nicht dramatisch“, wie er es formulierte.
Im Zollernalbkreis gab es im Vorjahr zwölf Tote zu beklagen, einer davon entfällt auf den Bereich in Meßstetten. „Der tödliche Unfall passierte im Vorjahr fast genau an derselben Stelle“, so Wysotzki. Trotzdem seien die Unfälle nach wie vor gut verteilt, zwar im Vergleich zu 2024 mehr in der Meßstetter Kernstadt, dennoch gebe es nach wie vor keinen Unfallschwerpunkt. Nun aber zu den konkreten Zahlen: In 2025 ereigneten sich in der Heuberg-Metropole 156 Unfälle, also spürbar weniger als 2024 (191). Die Zahl der Schwerverletzten ging spürbar zurück, nur noch einer war zu beklagen im Vergleich zu neun im Jahr davor. „Die geringe Zahl bei den Schwerverletzten ist eine gute Zahl“, so Wysotzki.
Nach den Unfallzahlen folgte der Blick auf die Kriminalitätswerte. Insgesamt wurden im Zollernalbkreis im Vorjahr 6264 Straftaten gezählt, die Tendenz ist leicht rückläufig. Was jedoch Anlass zur Sorge bereitet, ist die steigende Zahl der Heranwachsenden und Kinder bei den Tatverdächtigen: 215 Kinder waren in 2025 tatverdächtig, von 170 in 2024 kommend eine klare Steigerung. Das sei aber kein isoliertes Phänomen im Zollernalbkreis, erklärte Sven Groß vom Meßstetter Polizeiposten: „Die Zahlen bei Heranwachsenden und Kindern machen uns bundesweit Sorgen“, erklärte er. Immerhin ist die Zahl in Meßstetten selbst bei den Kindern zurückgegangen, von 20 auf 18, bei den Heranwachsenden hingegen um zwei auf neun gestiegen. „Jedes Kind, das bei uns in der Statistik landet, ist eines zu viel. Aber wir haben in Meßstetten keine explizite Jugendkriminalität“, beruhigte Groß vom örtlichen Polizeiposten.
Rückgang bei den Straftaten insgesamt
Auffallend positiv ist aber der deutliche Rückgang von Straftaten insgesamt. Waren es im Jahr 2024 noch satte 714 in Meßstetten, so sind es im Vorjahr nur noch 267. Die Kriminalitätsbelastung, also die Umrechnung der Straftaten auf 100.000 Einwohner, sinkt dementsprechend. War man in 2023 mit 9152 sogar weit über dem Landesschnitt, pendelt sich dies nun wieder ein – im Jahr 2025 kommt Meßstetten auf eine Belastung von 2501 und liegt damit sogar unter dem Landkreis-Schnitt (3240). Eine Ursache, die auch klar aus den Zahlen abzulesen ist: Die Ladendiebstähle gehen spürbar zurück. Wenngleich auch hier zur Wahrheit gehört, dass man in den Vorjahren ganz genau hingeschaut hat, um belastbare Zahlen zu erheben. In 2023 ließen mutmaßliche Langfinger noch 841 Mal etwas aus den Läden mitgehen, 2024 noch 480 Mal und im Vorjahr nur noch 29 Mal. Allein dieser Rückgang schlägt sich merklich in der Statistik nieder.
Teilt man die 267 Straftaten auf die Stadtteile auf, ist festzustellen, dass die allermeisten im Hauptort Meßstetten begangen werden, nämlich 125 an der Zahl. Spürbare Änderungen gibt es in Hossingen, wo die Zahl von acht auf 14 steigt. In Oberdigisheim hingegen halbiert sich die Straftaten-Zahl von 26 auf 13. Alles in allem, so die Botschaft, kann man in Meßstetten zufrieden sein, da gerade die große Zahl der Ladendiebstähle spürbar abgenommen hat in den vergangenen Jahren. Am Ende hatte Bürgermeister Frank Schroft noch eine Frage bezüglich E-Scootern. Ob es da Auffälligkeiten in Meßstetten gebe, wollte er wissen. Zwar denke man sich beim Fahrstil hin und wieder schon seinen Teil, erklärte Detlef Wysotzki, aber es seien „keine großen Unfälle bekannt“, das sei mit diesen Gefährten eher Thema in den größeren Städten.