Die Polizei hat 2025 in Sachen Kriminalität in Dornhan deutlich weniger zu tun gehabt als im Vorjahr. (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa

In vielen Bereichen rückt die Kriminalität in Dornhan an das – niedrige – Coronaniveau heran. Doch in manchem Bereich gibt es irritierende Ausreißer.

Nur während der Corona-Pandemie war die Kriminalitätsbelastung in Dornhan gegenüber dem vergangenen Jahr noch etwas geringer. Die Zahl der Straftaten im Stadtgebiet sank von 108 im Jahr 2024 auf 80 im Jahr 2025. Das geht aus aus der Statistik des Polizeipräsidiums Konstanz hervor. Bürgermeister Markus Huber stellte sie bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor.

 

Fast bei allen Delikten sind die Häufigkeitszahlen rückläufig. Einige Auffälligkeiten gab es dennoch. So stellte die Polizei im vergangenen Jahr neun Fälle gegen die sexuelle Selbstbestimmung fest. Das sind drei mehr als im Jahr 2024. Die Verbreitung pornografischer Schriften stieg von zwei auf sechs Fälle. Bürgermeister Huber führte dies auf die höhere Aufklärungsquote zurück.

Weniger Rohheitsdelikte

Rohheitsdelikte weisen einen deutlichen Rückgang auf. Das gilt besonders für Körperverletzungen, die von 24 auf 16 Vorkommnisse (minus 40 Prozent) zurückgingen. Auch bei Diebstählen ist dieser Trend (minus 46 Prozent) zu beobachten. 13 Fälle sind überhaupt die geringste Zahl seit 2021.

Die Rauschgiftkriminalität flacht schon in den vergangen Jahren stetig ab. Die Umweltkriminalität hat sich auf zwei Fälle im Fünfjahresvergleich eingependelt. Ausnahme 2024: Da waren es null. Bei der Straßenkriminalität gab es im Vergleich zum Jahr 2024 einen Anstieg von sieben auf elf Fälle. Einmal wurde im vergangenen Jahr Gewalt gegen Polizeibeamte ausgeübt. Sogenannte „Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum“ verringerten sich von fünf auf zwei.

Kinder im Visier

20 Vermögens- und Fälschungsdelikte sind zwar drei weniger als 2024, dennoch bleibt hier die Kriminalitätsrate im Vergleich zu anderen Delikten in Dornhan hoch. 16 Betrugsfälle wurden registriert, so viele wie im Vorjahr. Von den 80 Straftaten konnte die Polizei 54 aufklären. Das sind 25 Prozent weniger als 2024.

Die Statistik gibt auch Aufschluss über die Tatverdächtigen: Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 61 Personen (2024: 72), davon 15 weibliche und 46 männliche. Auffallend ist, was das Alter angeht, dass die Zahl der tatverdächtigen Kinder von zwei auf zwölf stieg. Damit erreichte die Kinderkriminalität auch im Fünfjahresvergleich einen massiven Anstieg. Nichtdeutsche Tatverdächtige waren es 17 (28 Prozent) gegenüber 20 im

Jahr davor. Bei den tatverdächtigen Asylbewerbern ging die Zahl von acht auf drei zurück. Nichtdeutsche Kinder unter 14 Jahren waren zweimal tatverdächtig.

Im Vergleich zu Sulz und Oberndorf habe Dornhan eine viel geringere Kriminalitätsbelastung. Dass in der Stadt so wenig passiere, macht für Bürgermeister Huber auch den Wohnwert aus. „Wir sind das Land im besten Sinne“, stellte er fest.