Die Polizei verzeichnet derzeit eine Einbruchsserie im Kreis Lörrach.  Foto: Gerald Nill

In der dunklen Jahreszeit sind vermehrt Einbrecher im Kreis Lörrach unterwegs. Die Polizei bietet präventiv Beratung und Unterstützung an.

Alle Jahre wieder treiben Einbrecher in der dunklen Jahreszeit ihr Unwesen. Zuletzt wurde das Markgräflerland von einer Serie heimgesucht. Die Polizei bietet präventiv Beratung und Unterstützung an.

 

Sobald der Tag endet, schlägt die Stunde der Dunkelmänner. Sie haben es auf Schmuck und Bargeld abgesehen. Die Polizei rät, es den Tätern so schwer wie möglich zu machen.

Die Einbrüche häufen sich in den Tagen vor Heiligabend: Unbekannte verschafften sich am Montagabend gewaltsam Zutritt zu zwei Häusern in Nollingen. Die Einbrecher durchwühlten im Innern jeweils mehrere Räume. In einem Fall wurde nach bisherigen Erkenntnissen Schmuck gestohlen, im anderen Fall steht das Diebesgut noch nicht fest.

Tage zuvor versuchten Einbrecher, die Terrassentür eines Einfamilienhauses in der Brunnengasse in Niedereggenen aufzuhebeln. Die Unbekannten gelangten nicht in das Haus, berichtet die Polizei.

Einbrecher erbeuten Goldmünzen

Ebenfalls erfolglos versuchten Einbrecher in Efringen-Kirchen, in ein Haus in der Straße „Beim Breitenstein“ einzudringen. Dabei wurde die Scheibe eines Kellerfensters eingeworfen. Die Täter versuchten anschließend, das Kellerfenster durch Hineingreifen zu öffnen, was aufgrund des verriegelten Fenstergriffs misslang. Goldmünzen erbeuteten Unbekannte hingegen in einem Haus in der Belchenstraße in Kandern. Dort gelangten sie durch ein Fenster ins Innere. Um in ein Haus in der Neumattenstraße in Fischingen einzudringen, wurden die Glasscheiben einer Balkon- sowie einer Terrassentür eingeschlagen. Aus dem Haus wurde Schmuck entwendet. Gestört wurden Einbrecher im Lettenweg in Lörrach. Nachbarn hörten Geräusche und alarmierten die Polizei. Aufgrund eines aufgehebelten Fensters leiteten die Beamten sofort eine Fahndung ein, allerdings ohne Erfolg.

Die Ermittlungen hat das Kriminalkommissariat Lörrach übernommen und bittet um Mitteilung verdächtiger Beobachtungen oder anderer sachdienlicher Hinweise. Das Kriminalkommissariat ist rund um die Uhr unter Tel. 07621/1760 erreichbar.

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Polizeipräsidium Freiburg bietet zudem Hilfe zur Selbsthilfe an. Die Experten der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen bieten interessierten Bürger eine kostenlose, neutrale und professionelle Beratung zum Einbruchschutz an. Termine für dieses kostenlose Beratungsangebot können bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter Tel. 07621/ 15 00 640 oder per E-Mail an freiburg.pp.praevention@polizei.bwl.de vereinbart werden.

Gibt es mehr Einbrüche als im Vorjahreszeitraum? Diese Frage konnte die Pressestelle der Polizei am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung nicht beantworten. Vergleichszahlen müssten noch erhoben werden. Auch würden Maßnahmen der Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt. Nur so viel: Es seien zusätzliche Kräfte im Einsatz, um mehr Präsenz zu zeigen, sagte Christoph Efinger, Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg.

Grenzregionen sind stark betroffen

Grenzregionen sind stark vom Kriminaltourismus betroffen. Ein weiterer Trend ist die Konzentration entlang wichtiger Verkehrsachsen, insbesondere in der Nähe von Autobahnen. Denn Täter bevorzugen Orte, die schnell erreichbar sind und gute Fluchtmöglichkeiten bieten. Solche Voraussetzungen bieten auch große Städte wie Basel. Eine Auswertung zeigt, dass die Stadt am Rheinknie in den Jahren 2020 bis 2024 insgesamt 7702 Einbrüche verzeichnen musste. In Riehen vor den Toren Lörrachs waren es 582. Damit liegt Riehen auf Rang 240 von 1502 Gemeinden, für die Daten vorliegen.