Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in Alpirsbach leicht rückgängig. (Symbolbild) Foto: David Breidert - stock.adobe.com

Im Gemeinderat in Alpirsbach wurde die Unfall- und Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt.

Die Sicherheitslage in Alpirsbach war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zu diesem Tagesordnungspunkt waren der Polizeioberrat Gerold Schumacher vom Polizeirevier Freudenstadt und der kommissarische Postenführer von Alpirsbach, Erster Polizeihauptmeister Michael Görlitzer, ins Gremium gekommen.

 

Zum Verkehrsbericht stellte Schumacher fest, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle insgesamt rückläufig ist und damit auch die Höhe der Schäden. Allerdings fast konstant blieben die Unfälle mit Personenschäden mit etwa 30 Unfällen. Hauptursachen waren Vorfahrtsverletzungen, Überholen, Abbiegen und Wenden sowie Verkehrstüchtigkeit.

Zur Kriminalstatistik gab es insgesamt eine rückläufige Zahl an Delikten mit einer Aufklärungsquote von 50 Prozent, wobei der Schwerpunkt der Delikte im Stadtgebiet lag.

Fünf Fälle häuslicher Gewalt

Bei den Tatverdächtigen steige der Anteil der Nichtdeutschen, wobei viele Delikte von Deutschen nicht begangen werden könnten wie zum Beispiel im Zusammenhang mit den Asylverfahren. Mit Blick auf die Deliktarten zeigt sich, dass Rohheitsdelikte und Straßenkriminalität einen hohen Anteil haben.

Zum Thema häusliche Gewalt berichtete Schumacher, dass der Landkreis in 2024 mit 204 Fällen deutlich über dem Präsidiums- und Landesdurchschnitt liege. Für Alpirsbach gab es in 2023 und 2024 jeweils fünf Fälle.

Ein weiteres Deliktfeld sind Betrüger, die sich als Polizeibeamte ausgeben. Wie Schumacher ausführte, nutzen kriminelle Banden die Hilfsbereitschaft von Familien gezielt aus, was häufig zu psychischen Folgen führe. Da die Anrufe meistens von ausländischen Callcentern geführt werden, sei ein Zugriff nur schwer möglich.

Polizei will nie ihr Geld“

Schumacher stellte daher noch mal klar: „Die Polizei will nie ihr Geld. Wenn ihnen jemand ein solches Angebot macht oder eine solche Forderung stellt, rufen sie die richtige Polizei.“

Norbert Beck fragte nach, wie die Polizei zum Haus Grezenbühl mit 100 Asylbewerbern steht und wie es um die Zukunft des Polizeiposten Alpirsbach steht. Dazu sagte Schumacher, dass es ja auch bei der bisherigen Belegung immer wieder Polizeieinsätze gegeben habe. Für die Polizei stelle sich die Frage, wie die Belegung aussehe. Wenn Familien untergebracht würden, gebe es in der Regel wenig Probleme für die Polizei. Deshalb könne er derzeit keine Aussage dazu machen.

Zum Polizeiposten erklärte er, dass es derzeit im Revierbereich Freudenstadt zwei Polizeiposten gebe, Alpirsbach und Baiersbronn. Die technische Ausstattung in Alpirsbach sowie das Gebäude seien in einem hervorragenden Zustand und stünden nicht zur Disposition. Derzeit seien zwei Beamte dort eingesetzt. Eine dritte Stelle sei derzeit ausgeschrieben.