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Gerwald Claus-Brunner von den Piraten Politiker soll anderen Mann getötet haben

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Hat der Berliner Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner vor seinem Selbstmord einen anderen Mann getötet? Die Polizei jedenfalls geht davon aus. Foto: AP

Berlin - Schon die Nachricht vom Freitod des Berliner Piraten-Politikers Gerwald Claus-Brunner direkt nach der Parlamentswahl hatte die Hauptstadt schockiert – seit Dienstag allerdings ist aus dem tragischen Schicksal ein Kriminalfall geworden: Die Polizei geht davon aus, dass Claus-Brunner zunächst einen anderen Mann getötet und sich dann selbst das Leben genommen hat.

Der Abgeordnete, der am Sonntag nicht wiedergewählt worden war, war am Montagmittag tot in seiner Wohnung in Berlin-Steglitz gefunden worden. Die Piratenpartei hatte die Polizei alarmiert, nachdem ein Abschiedsbrief dort angekommen war. Die Beamten fanden in der Wohnung nicht nur die Leiche des Politikers, sondern auch die eines zweiten Mannes. Mehr Angaben hatten die Behörden zunächst nicht gemacht.

Hintergründe des Geschehens noch unklar

Am Dienstag hieß es nun in einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei, den Beamten habe sich ein schauriges Bild geboten. Der zweite, jüngere Mann sei bereits vor einigen Tagen durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper getötet worden. Seine Identität sei bisher nicht geklärt. In dem Fall ermittelt weiterhin eine Mordkommission. Claus-Brunner, von Beruf Mechatroniker, soll sich nach Informationen unserer Zeitung durch einen Stromschlag das Leben genommen haben. Die Hintergründe des Geschehens sind bisher völlig unklar.

Die Partei hatte am Montag mitgeteilt, sie gehe von einem Freitod aus. Es sei bekannt gewesen, dass der Verstorbene an einer unheilbaren Krankheit gelitten habe. Mit Bestürzung hatten sich viele an die letzte Rede Claus-Brunners im Parlament erinnert, in der er gesagt hatte: „Und ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute stillschweigen. Vielen Dank, das war’s.“

Claus-Brunner gehörte zu den ersten Piraten, die 2011 in ein deutsches Landesparlament einzogen. Er war während des Siegeszuges seiner Partei wegen seiner auffälligen Erscheinung auf vielen Fotos zu sehen und daher bundesweit bekannt. Der sehr große Mann trug stets eine Latzhose und ein Palästinensertuch als Kopftuch.

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