Ein Vergiftungsfall in der Frühchenstation – hier ein Symbolbild – hat 2020 in Ulm Schrecken ausgelöst. Foto: dpa/Frank May

Im Dezember vor zwei Jahren hat es einen Morphin-Anschlag auf fünf Frühchen an der Uniklinik Ulm gegeben. Die Ermittlungen gegen sechs verdächtige Frauen stocken längst. Einer der beteiligten Anwälte übt Kritik am langen Verfahren.

Ulm - Der Schock im Januar 2020 breitete sich in einer umfassenden Welle aus und erfasste Beschäftigte der Uniklinik Ulm, Polizeiermittler und die Öffentlichkeit, ganz besonders werdende Mütter und Väter. Die Staatsanwaltschaft Ulm hatte gerade informiert, dass es auf fünf Frühchen, die zusammen in einem Zimmer der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin lagen, einen Anschlag mit Morphin gegeben hatte. Die unter schwerer Atemnot leidenden Babys waren am frühen Morgen des 20. Dezember 2019 per Noteingriff gerettet worden. Zunächst stand das ärztliche Personal vor einem Rätsel. Als aber nach der Weihnachtszeit die Auswertung aller Urinproben endlich vorlag, war klar, dass den Babys jeweils tödliche Dosen des starken Schmerzmittels verabreicht worden sein mussten. Wertvolle Wochen zur Aufklärung waren bereits verstrichen.

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