Die Hoffnung auf Frieden hört nie auf. Bereits 2021 setzten Tatjana Malafy (Dritte von links) und weitere Weggefährten ein Zeichen des Friedens vor der Rottweiler Synagoge. Malafy ist sich auch diesmal sicher, dass „das Licht über die Dunkelheit triumphieren wird“. (Archivfoto) Foto: Siegmeier

In Israel herrscht weiterhin Ausnahmezustand. Die Zahl der Todesopfer ist auf mehr als 900 angestiegen. In der Israelitischen Kultusgemeinde Rottweil/Villingen-Schwenningen ist man derweil fassungslos über das, was geschieht.

„Die Lage ist grausam und unbeschreiblich“, sagt Tatjana Malafy, Oberratsdelegierte der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG). Nahezu jedes Gemeindemitglied der IKG Rottweil/VS habe entweder Familienangehörige oder Freunde in Israel. „Wir werden von Menschen über die Geschehnisse in Israel informiert, während sie in Bunkern sitzend Schüsse oder das Heulen von Sirenen vernehmen“, schildert Malafy. Es fehle einem der Verstand für das Ganze, „obwohl man weiß, dass es gerade wirklich passiert. Es tut immens weh“, macht sie deutlich.

 

Anteilnahme tut gut

Die Israelitische Kultusgemeinde Rottweil/VS, ihre Mitglieder und alle jüdischen Menschen Rottweils seien sehr dankbar für die Solidaritätsbekundungen und die Unterstützung der Bürger Rottweils in dieser schweren Zeit, teilt Malafy weiter mit. „Wir sind jedem Menschen höchst verbunden, der mit seinen Anrufen, Mitteilungen, seiner Präsentation unserer Landesflagge, seiner Teilnahme an Kundgebungen für Israel und gegen die Hamas und seiner Anteilnahme zu Israel und zu uns steht.“

Dank gelte auch Oberbürgermeister Christian Ruf für seine einfühlsamen Worte und die moralische Unterstützung, die er der IKG in diesem schwarzen Kapitel ihrer Geschichte entgegenbringe, zudem Maria-Lena Weiss (MdB, CDU) für ihre Anteilnahme und ihren Wunsch, der IKG in dieser schweren Zeit beizustehen.

Spenden werden gesammelt

Die Gemeindemitglieder sammeln laut Tatjana Malafy Spenden für die Bedürfnisse der Menschen, die innerhalb kürzester Zeit so viel verloren hätten. „Wir wollen dazu beitragen, dass eine größere Beschaffung notwendiger medizinischer Ausrüstung und Medikamente für die Opfer dieser Gräueltaten ermöglicht wird.“

Außerdem würden die Spenden mit Gottes Hilfe zu der wichtigen psychologischen Betreuung der Betroffenen und zu der Errichtung weiterer geschützter Notfallunterkünfte beitragen.

Tatjana Malafy schließt ihr Statement hoffnungsvoll. „Es ist so viel unbeschreiblich Schreckliches geschehen. Unser wunderschönes Israel wird sich aber erholen, noch weiter zusammenwachsen und diesen Krieg gewinnen. Warum? Weil das Licht immer über die Dunkelheit triumphiert. Und das Leben immer über den Tod.“