Prominenter Besuch bei den Imnauer Mineralquellen (von links): Landrat Günther-Martin Pauli, Mineralquellen-Geschäftsführer Jochen Ketterer, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Klaus Bähr, Vorsitzender des Brunnengebiets Südwest, Haigerlochs Bürgermeister Heiko Lebherz und der Bad Imnauer Ortsvorsteher Robert Wenz. Foto: Gunar Haid/Gunar Haid

Hoher Besuch: Der baden-württembergische Ministerpräsident holte seinen im Frühjahr terminierten, aber dann krankheitsbedingt abgesagten Besuch nach.

Auf 15.15 Uhr war der Besuch Kretschmanns im Eyachtal angekündigt. Pünktlich auf die Minute entstieg er seinem Dienstagwagen.

 

Vor dem Eingang ins Verwaltungsgebäude der Mineralquellen wartete schon ein größeres Begrüßungskomitee auf ihn.

Empfangskomitee fast so prominent wie der Gast

Darunter Landrat Günther-Martin Pauli, Haigerlochs Bürgermeister Heiko Lebherz und zwei seiner drei Stellvertreter, Markus Gauss und Simon Fecht, sowie die Gemeinderätinnen Manuela Edelmann und Tamara Raabe. Konrad Wiget aus Stetten repräsentierte den Kreistag.

Von Seiten der Mineralquellen bildeten Geschäftsführer Jochen Ketterer und Betriebsleiter Reiner Löhle und einige Mitarbeiterinnen das Empfangskommando. Ebenfalls dabei war Klaus Bähr, nicht nur Geschäftsführer der Peterstaler Mineralbrunnen, sondern Vorsitzender des Brunnengebietes Südwest.

Mit blauen Häubchen durch die Mineralquellenproduktion

Bevor sich alle mit blauen Häubchen auf dem Kopf (aus Hygiene-Gründen) auf den Weg in die Produktion machten, stellte Ketterer dem prominenten Gast das Unternehmen kurz vor. Die Mineralquellen sind ein Familienbetrieb – und zwar einer mit großer Geschichte, denn als die Fürsten 1733 wurde die Fürstenquelle entdeckt; ihren Namen bekam sie vom hohenzollerischen Fürsten Joseph-Friedrich.

Mit blauen Hygiene-Häubchen auf dem Kopf geht’s durch die Produktion /Gunar Haid

Heute sind die Mineralquellen ein Betrieb, der 65 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich 75 Millionen Flaschen abfüllt. Dass sie ein Unternehmen sind, das durchaus ökologisch und regional denkt, belegte Ketterer mit Zahlen: 90 Prozent der Abfüllungen kommen in Mehrweggebinde. Die Transportwege sind kurz, denn die Kundschaft erstreckt sich auf einen Radius von maximal 150 Kilometern.

Cola ist nicht das Getränk des Ministerpräsidenten

80 Prozent der Füllungen in Bad Imnau sind übrigens Mineralwässer, 20 Prozent Fruchtsaftgetränke oder Säfte. Erst jüngst hat man für den Hohenzollernmarkt in Empfingen Mineralwasser und veganes Cola in besonders gestaltete kleine Flaschen abgefüllt, woraufhin Kretschmann mit entwaffnender Ehrlichkeit antwortete: „Cola ist ein Getränk, das ich niemals trinke.“

Klaus Bähr wies zusätzlich darauf hin, dass es in Baden-Württemberg 30 Mineralbrunnenbetriebe gebe, die 500 Mineralwässer abfüllen – die meisten davon Familienbetriebe.

Forderung: Politik und Wirtschaft müssen im Dialog bleiben

Kretschmann hörte sich das alles sehr aufmerksam an und fragte am Ende seines Besuchs kurz und prägnant: „Was geben sie mir mit auf den Weg?“ Für Klaus Bähr ist ein wichtiger Punkt, dass Politik und Wirtschaft angesichts vieler ökologischer und ökonomischer Herausforderungen für die mittelständischen Mineralbrunnenbetriebe miteinander im Gespräch bleiben.

Bürgermeister Heiko Lebherz und Landrat Pauli betonten die Wichtigkeit eines Arbeitgebers und Produzenten vom Schlage der Mineralquellen für Stadt und Landkreis.