Fachkräftemangel und zu viel Bürokratie – auch über ernste Themen wird beim Firmenbesuch gesprochen. Foto: Jessica Müller

Die Gesellschaft müsse sich weiterentwickeln, um den Wohlstand in Deutschland zu erhalten. Das sagt der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seinem Besuch des Rosenfelder Unternehmens Blickle Räder+Rollen.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte bei seiner Tour durch den Zollernalbkreis auch einen Stopp bei Blickle Räder+Rollen in Rosenfeld.

 

Mit von der Partie waren unter anderem Landrat Günther-Martin Pauli und Bürgermeister Thomas Miller sowie eine Delegation aus Mitarbeitern des Staatsministeriums und des Regierungspräsidiums.

Pünktlich wurde der Ministerpräsident von der Familie Blickle sowie den Geschäftsführern und Prokuristen empfangen. Im Rahmen einer kurzen Betriebsvorstellung erhielt er Einblicke in die Geschichte des Unternehmens, in Produkte und Märkte sowie in die Produktion und Innovationen des Rosenfelder Weltmarktführers.

Ministerpräsident im Blickle „Experience Center“

Ein besonderes Highlight erlebte der Ministerpräsident im „Experience Center“ des Räder- und Rollenherstellers. Dort erhielt er die Gelegenheit, persönlich zu testen, wie durch innovative Antriebssysteme Lasten von bis zu 4000 Kilogramm von Hand bewegt werden können.

Durch die innovativen Antriebssysteme des Rosenfelder Unternehmens lässt sich viel Gewicht leicht transportieren. Foto: Jessica Müller

Zudem sprachen die Geschäftsführer den Ministerpräsidenten auf die aktuellen Herausforderungen für das Unternehmen hinsichtlich des Produktionsstandorts Deutschland an. „Wir setzen auch in Zukunft auf den Standort Deutschland“, sagt Sarah Blickle-Fenner, geschäftsführende Gesellschafterin von Blickle.

Fachkräftemangel und hoher bürokratischer Aufwand

„Allerdings beschäftigen uns Themen wie der Fachkräftemangel und der hohe bürokratische Aufwand, der mit der Führung eines Unternehmens mittlerweile einhergeht.“

Für kleinere Unternehmen sei dieser kaum noch stemmbar. Der Appell an Kretschmann: „Denken Sie an die Unternehmen, die auf das Ländle setzen.“

Bestmögliche Rahmenbedingungen bieten

Der Ministerpräsident ging gerne auf den Aufruf ein, denn die Wertschätzung für diese Unternehmen sei vorhanden: „Wir wollen Firmen in Deutschland die besten Rahmenbedingungen bieten, wo es möglich ist.“

Dies sei insbesondere im Bereich der Bildung und Forschung Aufgabe des Ministeriums. Darauf wolle man setzen.

Gesellschaft muss sich weiterentwickeln

Jedoch liege die Verantwortung nicht nur seitens der Politik. Auch die Gesellschaft müsse sich weiterentwickeln. „Wir müssen flexibler werden und hart arbeiten, damit wir unseren aktuellen Leistungsstandard auch in Zukunft weiter halten können“, so Kretschmann.