Absoluter Handlungsbedarf besteht am Krematorium Ebingen: Der Gewebefilter muss ausgetauscht werden, damit die erlaubten Emissionswerte eingehalten werden.
Vieles erneuert hat die Stadt Albstadt in den vergangenen Jahren am Krematorium Ebingen. Nun hat sich allerdings bei der Wartung des Gewebefilters herausgestellt, dass das Gehäuse aus verzinktem Stahlblech stark korrodiert ist. Zudem zeigten erste Schmauchspuren an, dass die Luft beginnt, durch die Filterschläuche zu diffundieren.
Das Problem: Schon in nächster Zeit sei mit dem Ausfall der Filteranlage zu rechnen, mahnte Andreas Bodmer, Leiter des Betriebsamtes Albstadt, in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Einem Ausfall will und muss die Stadt jedoch zuvor kommen, wolle sie vermeiden, dass sie das Krematorium zu einem nicht geplanten Zeitpunkt abschalten müsse.
Zwei Wochen lang, wie es in der Sitzungsvorlage heißt, wird die Anlage für die geplante Reparatur allerdings nicht abgeschaltet werden müssen. „Wir wollen schon ein Wochenende nutzen“, erklärte Bodmer, der davon ausgeht, dass die Arbeiten schneller erledigt sind.
Mit genauem Plan soll alles schneller gehen
Zudem betonte er ausdrücklich: „Im Sommer ist im Krematorium ohnehin weniger los, die Ersatzteile werden rechtzeitig da sein, wir haben einen genauen Plan für die Arbeiten, und nach außen wird man gar nichts davon merken“, versprach Andreas Bodmer, der zudem eine Zusammenarbeit mit anderen Krematorien für die Zeit der Wartungsarbeiten ankündigte. Diese sollen zu einem Zeitpunkt zwischen August und Oktober, sobald die Ersatzteile geliefert sind, erledigt werden.
Lambert Maute (CDU) hatte nach Durchsicht der Fotos in der Sitzungsvorlage freilich nicht den Eindruck, „dass die Anlage auf dem Zahnfleisch daher kommt“, sagte er und schob die Frage nach: „Kann man die Arbeiten nicht noch schieben?“
Auf Kante fahren ist Bodmer zu riskant
Könne man nicht, erwiderte Bodmer, eben aufgrund der Gefahr überstürzt handeln zu müssen, „wenn wir auf Kante fahren und plötzlich abschalten müssen“. Baubürgermeister Udo Hollauer wies zudem darauf hin, dass die Emissionswerte einzuhalten seien und regelmäßig geprüft würden.
Bei einer Gegenstimme erteilte das Gremium schließlich der Firma Ruppmann aus Stuttgart den Auftrag zum Preis von 107 373 Euro – das Geld ist im Haushalt 2025 reserviert.
Die Befürchtung von Bestattern, in der Zeit der Wartungsarbeiten nicht anliefern zu können, zerstreute Bodmer – das sei sehr wohl möglich – und versprach: „Das ist jetzt für viele Jahre die letzte große Maßnahme am Krematorium.“