Es wird enger im Freudenstädter Kreistag, denn die Sitzzahl erhöht sich auf 44. Über Ausgleichssitze dürfen sich die CDU, die Grünen, die SPD und die „Frauen in den Kreistag“ freuen. Die AfD hat künftig sieben statt drei Sitze.
44 Räte bestimmen künftig die Politik im Kreis Freudenstadt. Zu den 38 bisherigen Sitze kommen nun sechs Ausgleichsmandate.
Davon haben neben der CDU und den Grünen mit jeweils zwei Ausgleichssitzen die SPD und die Frauenliste profitiert. Stärkste Fraktion ist und bleibt die CDU (30 Prozent), die ihre Sitzzahl von bislang elf auf 13 erhöhen konnte. Vor allem Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner hat mit über 13 300 Stimmen kräftig zugelegt und Peter Rosenberger als Stimmenkönig von 2019 abgelöst. Einen CDU-Sitz im künftigen Gremium hat neben weiteren Neuzugängen auch die Landtagsabgeordnete Katrin Schindele. Rolf Megnin und Hans-Dieter Rehm haben den Wiedereinzug verpasst. Knapp gescheitert ist auch der neue Freudenstädter Bürgermeister Wolfgang Fahrner.
Mit neun Sitzen (minus eins) bleiben die Freien Wähler (20,9 Prozent) auch künftig die zweitstärkste Fraktion und diejenige mit den meisten Bürgermeistern. Neben Christoph Enderle (Loßburg), Tore-Derek Pfeifer (Glatten), Dieter Bischoff (Pfalzgrafenweiler) und Annick Grassi (Waldachtal) hat auch der neue Schopflocher Bürgermeister Thomas Staubitzer den Einzug geschafft. Stephanie Hentschel wurde nach ihrer Verabschiedung als Bürgermeisterin nicht mehr in das Gremium gewählt.
Von bisher fünf auf künftig nur noch drei Sitze ist die FDP-Fraktion (7,3 Prozent) geschrumpft. Nachdem Margarete Rebholz und Ulli Schmelzle nicht mehr kandidiert haben, sind der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann, der bisherige Fraktionsvorsitzende Ernst Wolf sowie Claas Wolff aus Loßburg übrig geblieben. Neuzugänge in dieser Fraktion gibt es nicht.
In kleinerer Runde agieren künftig auch die Grünen (8,4 Prozent), die nur noch mit vier Sitzen (bisher fünf) vertreten sind. Fraktionssprecher Wolf Hoffmann und Zita Grieshaber wurden abgewählt. Neu dabei ist mit Anna-Lena Asprion eine der wenigen Frauen im Gremium.
Entgegen dem Bundestrend konnte die SPD-Fraktion (11,3 Prozent) ihre Sitzzahl mit einem Ausgleichssitz von bisher vier auf fünf erhöhen. Die bisherigen Kreisräte Günter Braun, Gerhard Gaiser und Kurt Kirschenmann sind auch künftig noch dabei.
Wenig Veränderungen gibt es hingegen bei der Frauenliste (6,6 Prozent) mit unverändert drei Sitzen. Bärbel Altendorf-Jehle, die nicht mehr kandidiert hatte, wurde von Martina Sillmann abgelöst.
Den größten Zuwachs verzeichnet die AfD (15,5 Prozent) mit künftig sieben Sitzen (bisher drei). Damit sitzen bald genauso viele AfDler im Gremium wie Frauen. Bei der letzten Wahl 2019 wurden noch neun Frauen gewählt.
Die Wahlbeteiligung ist mit 60,3 Prozent im Vergleich zur letzten Wahl um 3,5 Prozent gestiegen. Von 94 544 Wahlberechtigten haben 57 003 Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.