Mit dem Landratsamt-Neubau auf dem Burda-Areal wird sich der Kreistag am Dienstag befassen. Die Grünen-Fraktion hat einen Antrag auf Vertagung gestellt.
Im Rahmen der Standortentwicklung des Landratsamts soll künftig nur noch ein Neubau weiterverfolgt werden, eine Kernsanierung des Bestandsgebäudes wird nicht mehr in Betracht gezogen.
So jedenfalls lautet die Beschlussvorlage für die Kreistagssitzung am kommenden Dienstag.
Unter dem Punkt „Standortentwicklung – Grunderwerb Burda-Areal“ ist zu lesen, dass das Grundstück auf dem Burda-Areal mit einer Größe von 16 000 Quadratmeter zu einem Kaufpreis von 11,5 Millionen Euro (zuzüglich Kaufnebenkosten von 0,8 Millionen Euro) erworben werden soll.
Widerstand regt sich
Auch die Vergabe der Projektsteuerungsleistungen der Phase 0 für den Landratsamt-Neubau steht auf der Tagesordnung – diese soll an die PSB Wasner GmbH gehen. „Die aufwendige Standortsuche für einen Landratsamt-Neubau hat gezeigt, dass es auf der Gemarkung Offenburg nur sehr wenige geeignete Grundstücke gibt. Daher sollte sich der Landkreis, unabhängig von Zeitpunkt und Ausgestaltung eines Baubeschlusses für einen Landratsamt-Neubau, das Grundstück auf dem Burda-Areal sichern“, so die Stellungnahme der Verwaltung.
Ob der Kreistag so zustimmen wird, dürfte spannend werden. Denn schon vorab regt sich Widerstand: Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen veröffentlichte am Mittwoch einen Antrag, aus dem hervorgeht, dass sie mit der Absage einer Sanierung des Gebäudes nicht einverstanden ist. „Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt die Vertagung des Tagesordnungspunkts Standortentwicklung – Grunderwerb Burda-Areal auf einen späteren Zeitpunkt und beantragt die öffentliche Anhörung und Stellungnahme eines weiteren Sachverständigen im Kreistag zur aktuellen Städtebaulichen Entwicklung im Hinblick auf Chancen und Risiken einer Sanierung“, heißt es.