Vier Institutionen und Vereine in Rottweil erhalten über die Stiftungen der Kreissparkasse eine kräftige Finanzspritze. Davon profitiert auch die Allgemeinheit.
Mit zehn Millionen Euro lässt sich viel Gutes tun: Die Kreissparkasse Rottweil unterstützt mit Erträgen aus ihrem Stiftungsvermögen immer wieder soziale, kulturelle, nachhaltige oder gemeinnützige Initiativen im Landkreis. 17 200 Euro fließen nun in vier besondere Projekte.
„In Zeiten wie diesen ist es schwer, an Mittel zu kommen“, wusste Christian Kinzel, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Rottweil, bei der feierlichen Übergabe zu berichten. Als Partner und Förderer der Region unterstütze die Kreissparkasse seit fast 30 Jahren nicht nur mit Spenden, sondern auch über ihre Stiftungen.
„Es liegt uns besonders am Herzen, dass die Unterstützung dort ankommt, wo Menschen sich mit Herzblut einsetzen und mit ihrem Engagement etwas bewegen“, so Kinzel. Das ist zum Beispiel beim Kinderschutzbund in Rottweil der Fall.
Für strahlende Kinderaugen
Dieser erhält 5500 Euro aus der Stiftung zur Förderung innovativer Leistungen sowie zur Begabten- und Jugendförderung für sein Projekt zum Schulanfang. Mit dem Geld könne rund 50 Kindern, deren Eltern wenig Mittel haben, ein schöner Schulranzen und damit ein gelungener Start ins Schulleben ermöglicht werden, hieß es.
Bewahren und sichtbar machen
Um den Schutz eines außergewöhnlichen Kulturguts geht es beim Stadtmuseum Rottweil, das 5000 Euro aus der Stiftung für Kunst-, Kultur- und Denkmalpflege erhält. Die Pürschgerichtskarte von David Rötlin aus dem Jahr 1564, ein kreisförmiges Werk mit einem Durchmesser von rund zwei Metern, auf der der Künstler vom Kapellenturm aus die Reichsstadt Rottweil und ihr Umland – eben den „Pürschgerichtsbezirk“ – sowie mit feinem Strich ausgeführte Szenen aus dem Alltagsleben des 16. Jahrhunderts. Sie zähle zu den herausragenden Zeugnissen frühzeitlicher Kartographie, erklärte Kinzel.
Um die strengen konservatorischen Standards – etwa stabile Klimabedingungen und ein vollständiger UV-Schutz – einhalten zu können, benötigt das Stadtmuseum eine Klimavitrine und setzt die Mittel für diese ein.
Erinnerung an Bernhard Wäschle
Ebenfalls um das Bewahren und darum, Dinge in den Fokus zu rücken, die sonst vergessen würden, geht es beim Rottweiler Geschichts- und Altertumsverein, der 2200 Euro für eine wissenschaftliche Dokumentation zum Rottweiler Kunstmaler Bernhard Wäschle erhält. Der „Malerfürst“ habe sich in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts überregionaler Bekanntheit erfreut und sich auch an mancher Rottweiler Hauswand verewigt, erzählte Kinzel.
Damit das THW einsatzfähig bleibt
Um das Bewahren der Sicherheit geht es beim Technischen Hilfswerk. Die Gelder des Bundes reichten jedoch manches Mal nicht, hieß es. Der Ortsverband Rottweil erhalte deshalb 4500 Euro aus der Stiftung für Soziales und Umwelt der Kreissparkasse Rottweil. Das Geld fließt in die Anschaffung zentraler Gerätschaften und Ausstattungsgegenstände für die Küche, so dass die Verpflegung der Kräfte auch bei langandauernden Einsatzlagen jederzeit sichergestellt werden kann. Außerdem will der Ortsverband in die digitale Infrastruktur und in einen Kameradschafts- und Stabsraum investieren.
Diese Projekte zeigten, wie viel Verantwortung die Menschen hier übernehmen und wie viel Zeit und Energie investiert würden, sprach Kinzel Dank und ein großes Lob aus. Die Stiftungen könnten mit ihren Zuwendungen nur Perspektiven eröffnen, aber die Vereine und Institutionen seien das Herz der Region.
Gemeinsam stießen die Vertreter der Kreissparkasse, des Stiftungsrats und der begünstigten Institutionen und Vereine auf diese und künftige Projekte an.