Zum Saisonendspurt in der Kreisliga B3 gibt es einen Zweikampf zwischen der SGM Göttelfingen/Baisingen und dem VfL Hochdorf – allerdings kann die SGM nicht mehr eingreifen.
Zwei Spieltage vor Ende zeigt sich beim Blick auf die Tabelle der Kreisliga B Staffel 3 eine kuriose Konstellation. Während Tabellenführer SGM Göttelfingen/Baisingen bereits alle 24 Saisonspiele bestritten hat und mit 53 Punkten an der Spitze steht, ist die Saison für den Zweiten aber noch nicht beendet. Der VfL Hochdorf hat zwei Spiele weniger und kann mit zwei Siegen noch die Meisterschaft klar machen.
„Wir haben es noch in der eigenen Hand. Bisher haben wir eine bockstarke Runde gespielt, alle Spiele gewonnen in 2026. Für den Abschluss wäre es das Highlight, wenn wir uns mit dem Titel krönen“, sagt Norman Blum, Trainer des VfL Hochdorf.
Neue Trainerstation
Für Blum haben diese letzten Spiele eine besondere Bedeutung, denn es sind auch seine letzten beim VfL. Nach vier Jahren als Trainer beim B-Ligisten zieht es den 34-Jähringen zurück in die „Heimat“. Blum, der in Sulz am Eck wohnt, übernimmt zur neuen Saison den TSV Wildberg, der in der Kreisliga B2 aktiv ist.
Und auf das, was er hinterlässt, kann Blum durchaus stolz sein. „Die Jungs haben eine Lockerheit, Spielwitz und Spaß zu zocken“, freut sich der Coach. Zuletzt sei das Team zudem noch weiter zusammengewachsen, worauf er die spielerische Konstanz in den vergangenen Monaten zurückführt.
Dass die den anderen Teams in der B3 am Ende abhanden gekommen zu sein scheint, wundert den Hochdorfer Trainer, der mit einem deutlich engeren Rennen gerechnet hatte. „Ich habe den SV Wachendorf immer noch als starken Kandidaten eingeschätzt, aber nach der Niederlage gegen uns und zwei schwereren Verletzungen von Leistungsträgern, sind sie in ein Loch gefallen“, blickt Blum auf die Konkurrenz.
Derby am Sonntag
„Dass es letztendlich auf einen Dreikampf hinausläuft, hätte ich nicht gedacht. Es ist aber auch keine optimale Runde mit den vielen Unterbrechungen und dem Rückzug des Dornhaner Teams im Winter“, analysiert der Coach die Problematiken. Teilweise nur alle zwei Wochen zu spielen, sei nicht einfach gewesen. So hatte der VfL sein letztes Spiel am 17. Mai.
Auch der SV Fischingen, der lange oben stand, hat das Ziel ein bisschen aus den Augen verloren. Von allen Verfolgern könnten es lediglich die Fischinger noch auf den Relegationsplatz schaffen. Besonders interessant könnte es am letzten Spieltag werden, wenn Hochdorf den SV Fischingen zu Gast hat. Zuvor muss der VfL aber am Sonntag das Derby in Rohrdorf gegen die SGM Rohrdorf-Eckenweiler/Weitingen überstehen. „Die wollen uns natürlich ärgern. Aber wir gehen optimistisch in die letzten beiden Spiele und geben unser Bestes. Dafür müssen wir aber alle ans Limit gehen“, weiß Blum, was auf sein Team wartet.
Erfolgreiche Jahre
Zu seinem Abschied wünscht sich der künftige Wildberger die Meisterschaft, aber „nichtsdestotrotz blicke ich auf vier erfolgreiche und schöne Jahre zurück. Wir haben eine stetige Weiterentwicklung gezeigt. Ich wünsche dem Verein und dem Team alles Gute“, so Blum. Übergeben wird er die Mannschaft an den künftigen Trainer Andreas Mannheimer – wenn alles klappt sogar mit dem Ticket für die Kreisliga A.