Die SGM Göttelfingen/Baisingen gemeinsam mit der SGM Rohrdorf-Eckenweiler/​Weitingen Foto: Wally

Ein Jahr nach dem Abstieg ist die SGM Göttelfingen/Baisingen zurück in der A-Liga. Dabei konnte man zuletzt nicht mal mehr eingreifen und nur vom Spielfeldrand aus den Titel feiern.

Meister vom Spielfeldrand – die SGM Göttelfingen/Baisingen hat am Sonntag beim Spiel der SGM Rohrdorf-Eckenweiler/​Weitingen gegen den VfL Hochdorf den Titel in der Kreisliga B3 bejubeln können. In Rohrdorf hatte Hochdorf mit 1:3 das Nachsehen und kann dadurch Göttelfingen/Baisingen in der Tabelle nicht mehr einholen. Der Meister, der schon am 22. Mai sein letztes Spiel hatte, liegt mit 53 Punkten fünf Punkte vor den Verfolgern aus Hochdorf und Fischingen, die nun am letzten Spieltag den Relegationsplatz unter sich ausmachen werden.

 

Die SGM Göttelfingen/Baisingen war in der vergangenen Saison abgestiegen und hat nun den direkten Wiederaufstieg geschafft. Das Team von Marcel Mensch hat sich damit in einer engen Liga, die lange Zeit von einem Fünfkampf geprägt war, durchgesetzt. „Es ist eine verrückte Liga, extrem ausgeglichen. Inzwischen hat es sich noch ein bisschen auseinandergezogen, aber insgesamt muss man sagen, dass die ersten acht Teams potenziell auch in der A-Liga spielen könnten. Quasi eine Kreisliga B plus“, blickt Mensch, für den die kommende Saison die vierte bei der SG sein wird, auf die Staffel.

Die Ausgeglichenheit der Liga erlebte die SGM auch in der Hinrunde. Zwar verlor das Team die ersten zehn Spiele nicht, doch waren einige Unentschieden dabei – darunter gegen die SGM VfB Kickers Waldachtal und die SGM Rohrdorf-Eckenweiler/​Weitingen. Gegen den SV Wachendorf folgte die erste Saisonniederlage. Trotz einer Halbzeit in Unterzahl verlor man. „Danach haben wir uns schwerer getan.“

„Jetzt erst recht“

Es folgte eine Niederlage gegen die TSF Dornhan II. „Wir waren die einzige Mannschaft, die von dem Rückzug profitiert hat. Das hat tabellarisch reingehauen“, so Mensch. Es folgte eine stabile Rückrunde. „Wir hatten gesagt, dass wir jetzt kein Spiel mehr verlieren und haben direkt gegen Hochdorf verloren. Erst dachte ich, dass es ein Genickbruch war, aber wir haben uns direkt danach wieder gefangen. Ich habe gemerkt: Jeder glaubt an sich. Alle haben mitgezogen und jeder dachte: Jetzt erst recht“, erinnert sich Mensch an einen Schlüsselmoment.

Profitiert hat der Coach auch vom extrem großen Kader. Über die Saison hat der 31-Jährige 30 Spieler eingesetzt. Hinzu kam, dass er wenige Ausfälle hatte. Mit Matthias Fuhrer und Ferdinand Flack hatte man zwar zwei Langzeitverletzte aus der Saison zuvor, „aber wir haben extrem viel übers Kollektiv gelöst. Wenn drei bis vier wichtige Kräfte gefehlt haben, haben wir teilweise sogar stärkere Spiele gezeigt. Das macht eine Meistermannschaft aus, denke ich.“

25 Tore

Auch mit der zweiten Mannschaft konnte Mensch sehr gut zusammenarbeiten. „Wir haben eine extrem starke Reserve, die in ihrer Liga auch die Meisterschaft gefeiert hat.“ Einen großen Anteil am Erfolg hatte auch der Neuzugang vom TuS Ergenzingen, Marian Sacco. Er traf 25-mal in der Saison.

„Im Vergleich zur vergangenen Runde sind wir außerdem mehr zusammengewachsen. Bezeichnend ist, dass wir nach dem Abstieg, keinen Abgang hatten“, analysiert Mensch die Unterschiede zur vergangenen Spielzeit. Gepusht wurde sein Team zudem von einer Ultra-Gruppe bestehend aus Jugendspielern. „Da will ich auch einfach mal danke sagen. Es ist mega, wie sie immer da sind und uns unterstützen.“

Am Samstag wird nun ausgiebig der Rundenabschluss gefeiert, nachdem die SGM bereits am Sonntag mit der SGM Rohrdorf-Eckenweiler/​Weitingen angestoßen hatte.

Für das entscheidende Spiel um Platz zwei, wenn am Samstag der SV Fischingen zum VfL Hochdorf kommt, tippt Mensch auf den Nachbarn: „Hochdorf wird es machen, da ein Unentschieden reicht, aufgrund des direkten Vergleiches. Das hätten sie sich auch verdient nach der starken Rückrunde.“