Die viel zu kleine Konkurrenz in der Kreisliga B1 ärgert Trainer und Teams. Bei schönstem Herbstwetter geht es schon in den „Winterschlaf“. Was Almir Smakovic alternativ plant.
Es war eine der kürzesten Hinserien in der Kreisliga B1-Geschichte seit 1978. Mit nur zehn Teams und neun Spieltagen gab es ein Miniprogramm, was den meisten Trainern und Mannschaften überhaupt nicht gefiel. Der SSC Donaueschingen geht mit 25 Punkten und 45:14-Toren als ungeschlagener Herbstmeister in die sechsmonatige Pause bis zum Re-Start Mitte April 2026.
Das große Winter-Programm der Donaueschinger
Almir Smakovic (SSC Donaueschingen) ist es von seinen vergangenen Trainerjobs bei der FSV Schwenningen (Herren) und beim SV Zimmern (U17) gewohnt, mit seinem Teams – bei größeren Ligen – bis in den Dezember hinein zu spielen.
In dieser Kreisliga B1 ist auch für den Donaueschinger Coach alles anders geworden: „Es ist schon bitter und eine Katastrophe, dass wir viel zu wenig Spiele haben und ein halbes Jahr keine Wettkämpfe bestreiten. So etwas muss in Zukunft anders gestaltet werden. Es ist für die Clubs so jedenfalls schwierig, für ihre Teams Anreize zu schaffen.“
Sportlich überzeugte sein Donaueschinger Team auf ganzer Linie. „Wir konnten unsere Spielweise in jeder Partie durchziehen. Nur beim 1:1 gegen Überauchen hatten wir eine Halbzeit lang Probleme. Die Jungs sind ehrgeizig und wollen Erfolg. Wir legen unsere Füße nicht hoch, trainieren weiterhin, weil die Jungs Lust dazu haben. Es sind 20 Mann im Training. Wir nehmen im Winter an fünf bis sechs Hallenturnieren teil“, muss Almir Smakovic als Trainer kreativ sein, um seine Jungs bei der Stange zu halten. „Wir machen sogar extra Testspiele und werden eine längere Vorbereitung absolvieren, um in den Rhythmus zu kommen. Dann spielen wir im Spätwinter nur gegen Mannschaften aus der Kreisliga A und aus der Bezirksliga.“
FC Bad Dürrheim und SV Überauchen
Almir Smakovic rechnet bis zum Saisonende damit, „dass Bad Dürrheim oben auch mitmischen wird. Überauchen, Hajduk und Gemeinde B.K.N.sind jeweils schwer zu spielen, deswegen müssen wir im Frühjahr dranbleiben und alle neun Partien voll angehen“, ist für die Donaueschinger die Meisterschaft und die Rückkehr in die Kreisliga A das klare Ziel.
Die neue SG Gemeinde B.K.N. steigerte sich unter Coach Günter Hirsch im Laufe der Hinserie. Mit 18 Punkten mischt das Königsfelder Team um Platz zwei mit. „Unser Ziel ist es auch, bis zum Ende oben anzugreifen und um den Aufstieg mitzuspielen.“
Die beiden Kreisliga-A-Absteiger FC Bad Dürrheim (19) sowie NK Hajduk VS (16) muss man ebenso auf der Rechnung haben.
Trainer Predrag Kicic hat mit dem FCBD nach drei Abstiegen in Serie den Turnaround geschafft. „Wir haben ein junges Team und wollen am Ende zumindest in die Relegation“, weist sein Team die beste Abwehr der Liga (erst 10 Gegentore) auf.
Auch Mario Bibic blickt zurück
Coach Mario Bibic musste mit Hajduk trotz erfahrener Spieler Lehrgeld in der Hinrunde bezahlen und konnte gegen die „Top 4“ nur einen von zwölf möglichen Zählern holen. „Der Rückstand ist für uns in der Rückrunde noch korrigierbar und Platz zwei nicht außer Reichweite“, betont Mario Bibic.
Den zweiten Platz möchte mit 19 Zählern der SV Überauchen auch noch nicht abschreiben obwohl der SVÜ nach erfolgreichem Start die vergangenen beiden Partien klar verlor (1;5, 2:4). Trainer Branislav Durdevic ist erfahren, schaffte mit den Spfr. Schönenbach bereits 2023 schon mal den Aufstieg in die A-Klasse.
Zahlen – Daten – Fakten
In den 45 Partien fielen 221 Tore.
Serien: Zagreb verlor neun Spiele in Folge. Der SSC blieb neun Partien unbesiegt, Überauchen war in sieben Spielen ungeschlagen.
Kurios war beim SV Aasen II, dass die Landesliga-Reserve daheim null und auswärts neun Punkte holte. Überauchen und B.K.N. gewannen alle vier Heimpartien. Torreichste Partien: SSC - Gemeinde B.K.N. 8:2, Zagreb - SSC 2:8, Gemeinde B.K.N. - FV Möhringen II 6:4. Höchste Siege: Hajduk - Zagreb 7:0, Zagreb - Gemeinde B.K.N. 0:7, Zagreb - FC Bad Dürrheim 0:7. Fair-Play: Insgesamt gab es für nur fünf Mal Rot oder Gelb-Rot. 144 Gelbe Karten wurden gezeigt. Fairstes Team war der FC Bad Dürrheim mit nur acht gelben Karten.