Der SV Huzenbach führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung an und hat den direkten Wiederaufstieg im Blick. Allerdings warten auf das heimstarke Team fast nur noch Auswärtsspiele.
Der SV Huzenbach ist in der Kreisliga B Staffel 1 zum Winterpausenstand auf Rang eins und will nach dem Abstieg vergangene Saison wieder den Sprung nach oben schaffen. Allerdings ist bis Platz fünf die Tabelle sehr eng und die starke Konkurrenz hängt dem SVH im Nacken.
Mit Benjamin Lindner hat die Mannschaft seit dieser Saison einen neuen Trainer, allerdings einen, der nicht nur den Verein in- und auswendig kennt, sondern auch einen Großteil der Spieler. Der 42-Jährige trainierte zuvor 15 Jahre sämtliche Jugendteams des SV Huzenbach. „In dieser Zeit habe ich zwei Jugendmannschaften bis zum Schritt zu den Aktiven begleitet. 90 Prozent der Mannschaft waren bereits Jugendspieler bei mir“, erläutert Lindner.
Super Mannschaftsgefüge
Dementsprechend weiß er um die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft. Mit dieser hat er im Sommer begonnen, seine Spielphilosophie umzusetzen. „Viel Ballbesitz und ein sauberer Spielaufbau. Die Jungs nehmen es gut an und versuchen es umzusetzen.“ Viel Lob hat der Huzenbacher auch für das Mannschaftsgefüge. „Die Stimmung bei uns ist sehr gut.“
Ob es so also mit dem Aufstieg klappen kann? Vom Verein habe er keinen Druck, erzählt Lindner. „Ich persönlich würde natürlich aber nach dem Abstieg gerne den direkten Wiederaufstieg erreichen.“ Auch die Mannschaft habe die Qualität und den Anspruch es zu schaffen.
Zwölf Spiele stehen noch aus
Dass es aber schwer wird, weiß der 42-Jährige auch aufgrund der Konstellation in der Rückrunde sehr genau. „Wir hatten viele Heimspiele in der Hinrunde. Das haben wir mit unserer Zweiten so abgestimmt.“ Heißt: Der SVH hat zehn seiner 14 Spiele daheim gespielt – zwölf Siege sprangen insgesamt heraus. In den zwölf kommenden Partien spielt der Tabellenführer nur noch dreimal zuhause. „Die Restsaison wird also schwerer aufgrund der vielen Auswärtspiele. Allerdings lässt sich unser Spielsystem auch besser auf größeren Plätzen umsetzen, als unserem eigenen“, erklärt Lindner.
Nur 35 Gegentore
Der Huzenbacher Coach weiß, dass es für eine erfolgreiche Restsaison auch darauf ankommen wird, vor allem bei vermeintlich schwächeren Gegnern keine Punkte liegen zu lassen. Zudem muss sich sein Team gegen die Verfolger SGM Wittendorf/Lombach/Loßburg, SV Wittlensweiler, SGM Ebhausen/Rotfelden und SG Nagold-Nord beweisen. Hier sieht Lindner den Schlüssel zum Erfolg darin, die Chancenverwertung weiter zu verbessern. „Mit bisher 18 Gegentoren bin ich zufrieden. Als Ziel haben wir uns maximal 35 Gegentore gesetzt, aber eigene Tore hätten wir mehr machen können“, sagt Lindner. Hier kommt sein Team auf 58 und hat hinter Nagold-Nord die beste Offensive. Und das ohne gelernten Stürmer. „Das verteilt sich bei uns.“ Die meisten Treffer hat Kevin Günter (13), dahinter folgen unter anderem Pascal Armbruster (7), Jens Schoch (6), Jan Kalb und Maximilian Schweigerdt (beide 5).
Den Vorteil seines Teams sieht er im starken Mittelfeld. „Auch an der Fitness haben wir im Sommer gearbeitet, was uns geholfen hat, Spiele in der Schlussphase zu entscheiden.“
Um auch hier wieder voll im Saft zu stehen, hat der SV Huzenbach sechs Testspiele für die Wintervorbereitung vereinbart, bevor es am 15. März beim VfR Beihingen mit der Saison weitergeht.