Der VfB Effringen (in Blau) konnte zuletzt das Stadtderby gegen den TSV Wildberg mit 2:0 gewinnen. Foto: Wasserbauer

Die führenden vier Mannschaften in der Nord-Staffel der Kreisliga B kommen allesamt aus Wildberg. Eine Kuriosität – die aber absehbar war. Für die Abteilungsleiter sind die Derbys „ganz besondere Spiele“.

Das obere Tabellenviertel der Nord-Staffel der Fußball-Kreisliga B ist eine reine Wildberger Angelegenheit: Von Platz eins bis vier kommen alle vier Teams aus der Schäferlaufstadt. Spitzenreiter ist der VfB Effringen, dahinter folgen der SV Schönbronn, der SV Sulz am Eck und der TSV Wildberg. Das ist schon allein deshalb eine Besonderheit, weil es in Wildberg nur insgesamt fünf Fußballvereine gibt. Fünfter im Bunde ist der SV Gültlingen, der jedoch in der Bezirksliga spielt.

 

Blick auf die Vorsaison

„Das ist natürlich kurios, aber das war ja letzte Saison schon absehbar“, sagt Dennis Bäuerle, Abteilungsleiter vom VfB Effringen. Und tatsächlich: Hinter Meister Spvgg Bad Teinach-Zavelstein reihten sich in der Vorsaison der SV Sulz auf Platz zwei, der VfB Effringen auf Platz drei und der TSV Wildberg auf Platz fünf ein. „Und dass der SV Schönbronn als Absteiger eine gute Rolle spielen wird, war ja auch klar“, sagt Bäuerle.

Es geht um alles

Sein Amtskollege Frank Rathfelder vom SV Schönbronn, dessen Sportplatz nur wenige hundert Meter entfernt steht, sieht das ähnlich. Und er betont: „Das ist natürlich eine sehr interessante Konstellation. In den Derbys geht es immer um viel – und jetzt um alles.“

Rathfelder spielt dabei vor allem auf das Stadtderby am 27. April zwischen dem VfB Effringen und seinem SV Schönbronn an. „Wenn wir da gewinnen, steigen wir auf“, unterstreicht er. Bäuerle sieht das naturgemäß anders: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir bis zum Saisonende Erster bleiben.“

In die Karten gespielt hatte dem VfB Effringen insbesondere der vergangene Sonntag. Er selbst gewann sein Stadtderby gegen den TSV Wildberg mit 2:0, während der SV Schönbronn bgeim FC Alzenberg/Wimberg nur einen Punkt geholt hat. „Das 1:1 war natürlich ärgerlich“, sagt Rathfelder.

Besondere Rivalität

Bleibt die Frage: Freuen sich die Wildberger Vereine, dass sie an der Tabellenspitze unter sich bleiben? Zumindest ist bei Rathfelder und Bäuerle die Freude groß, dass gleich vier Wildberger Vereine zusammen in einer Liga spielen. „Es ist schön, dass wir diese Duelle gegen unsere Nachbarn haben. Da haben wir immer viele Zuschauer“, sagt Bäuerle. Und auch Rathfelder betont: „Das sind immer ganz besondere Spiele, schon allein von der Rivalität und von der Vergangenheit her.“