Für Mahir Savranlioglu ist bald Schluss, dann hängt er nicht nur die Kickschuhe an den Nagel, sondern hört auch als Trainer auf. Er blickt auf anspruchsvolle Jahre.
Spannung herrscht in der Kreisliga A3 vor allem im verschärften Abstiegskampf. Eins der Teams, das noch Hoffnungen hat, es zu schaffen, ist die SGM Rexingen/Dettingen/Betra. Auf sie und ihren Trainer Mahir Savranlioglu warten in den letzten vier Partien nur Endspiele – alle gegen die Konkurrenz um den Ligaverbleib. Los geht es am Sonntag mit Gegner SV Vollmaringen. Und nicht nur für die SGM sind es vier Endspiele, sondern auch für ihren Spielertrainer Savranlioglu, denn er hört sowohl als Spieler als auch als Trainer auf.
Vor fünf Jahren war der ehemalige Spieler der Stuttgarter Kickers zu seinem Heimatverein ASV Rexingen zurückgekehrt und hatte die SGM übernommen. Nun ist Savranlioglu, der im Sommer 40 wird, noch einmal Vater geworden und will mehr Zeit für seine Familie. „Außerdem ist irgendwann auch mal Schluss“, sagt der Rexinger.
In den vergangenen fünf Jahren habe es Höhen und Tiefen gegeben. Die aktuelle Saison ist eine der schwersten. Derzeit steht die SGM Rexingen/Dettingen/Betra auf Platz elf und damit auf einem direkten Abstiegsplatz. „Wir haben besonders in der Abwehr personelle Sorgen“, verrät der Trainer. Mit Simon Dettling habe ein starker Innenverteidiger vor der Saison aufgehört. Zuletzt verletzte sich Kai Schiebel, was weitere Probleme machte. „Wenn man drei bis vier sehr gute Spieler hat, dann funktioniert es. Wenn davon ein bis zwei ausfallen, sieht es gleich anders aus.“
Immer alles gegeben
Mit diesen personellen Problemen kämpft er von Anfang an. „Teilweise mussten wir mit Spielern aus der AH auffüllen. Wir haben immer extrem nach Neuen suchen müssen. Zwar hat mir die Zeit bei der SGM immer Spaß gemacht, auch wenn es manchmal frustrierend war, aber ich habe immer alles gegeben.“
Auch für die restlichen Spiele will er sich weiter aufopfern – trotz anhaltender Knieprobleme. „Ich hatte zwei Kreuzbandrisse. Ich nehme gerade für die Spiele Ibu und alles, was man nicht machen sollte. Aber ich will und kann die Mannschaft nicht im Stich lassen. In den letzten vier Spielen will ich noch mal alles reinhauen“, sagt der Coach.
Auch auf andere kommt es an
Aus den restlichen vier Spielen sollen neun Punkte her. „Aber es kommt auch auf die andere Teams an. Wir dürfen uns nicht belügen, es wird schwer. Aber es ist erst dann vorbei.“ Die Mannschaft habe allerdings sein vollstes Vertrauen.
Damit sein Herzensverein genug Zeit für die Planungen hatte, gab er das Ende seiner Karriere schon ganz zu Anfang der Saison bekannt. Ein Nachfolger wurde mit Alessio Lonis gefunden, der das Team mit Savranlioglus aktuellem Trainerkollegen Jens Pfister trainieren wird.