Marc Hitzel weiß, wo das Tor steht. 32-mal hat der Stürmer in seiner ersten Saison für den SV Glatten schon getroffen. Nun wartet auf ihn und sein Team eine spannende Liga-Phase.
Fünf Tore bejubelte Marc Hitzel im Kreisliga-A-Spiel zwischen dem SV Glatten und dem VfR Klosterreichenbach beim 6:3. Der 26-Jährige kommt nun auf 32 Saisontore und führt die Torjägerliste mit großem Abstand (22 Tore hat Konstantin Krej) an.
Erst seit dieser Saison spielt der Ex-Baiersbronner für das Team von der Riedwiese, das derzeit Dritter ist und noch gute Chancen auf den Relegationsplatz hat. Eingefügt hat sich Hitzel in der kurzen Zeit glänzend. „Ich fühle mich pudelwohl. Ich bin super aufgenommen worden“, freut sich der 26-Jährige, dass es mannschaftlich so gut aussieht.
Für Hitzel einer der aktuellen Erfolgsgründe seines Teams. „Die ersten vier Spiele nach der Pause haben wir verloren. Da war die Moral erstmal am Boden, aber wir haben einen mega Zusammenhalt und uns gut zurückgekämpft“, analysiert Hitzel. Dabei hatte die Mannschaft nach der Winterpause wichtige Punkte verspielt – zweimal verlor man gegen den Tabellenführer SV Dietersweiler und einmal gegen die SG Vöhringen. Dagegen siegte der SV Glatten aber in den letzten vier Spielen – unter anderem gegen den Verfolger TSG Wittershausen.
Bonusspiel
„Nach den Niederlagen sah es in der engen Liga direkt schlecht aus. Jetzt stehen wir aber sehr gut da, blicken von Spiel zu Spiel. Ich darf es zwar eigentlich nicht sagen, weil das die Trainer natürlich nicht hören wollen, aber es wäre top, wenn wir am Ende das Bonusspiel noch mitnehmen“, sagt Hitzel mit Blick auf den möglichen Relegationsplatz, den derzeit die punktgleichen Vöhringer inne haben.
Dass man in dieser Saison oben mitspielt, ist dabei alles andere als selbstverständlich, denn der SV Glatten bestritt vor einem Jahr noch das Relegationsspiel zur Kreisliga B – und verlor. Halten konnte sich der Verein in der A-Liga nur durch den Aufstieg der SpVgg Freudenstadt in die Landesliga. „Wenn man sieht, wo wir herkommen, ist das nicht selbstverständlich“, sagt Hitzel, der anfügt: „Ich habe es damals schon nicht verstanden, wie Glatten vor dem Abstieg stehen konnte. Es sind so starke Einzelspieler und ein solches Mannschaftsgefüge habe ich so noch nirgends gesehen. Umso schöner ist es, dass wir am oberen Tabellenende stehen“, freut er sich.
„Aktuell richtig fit“
Nun ist die Saison aber noch nicht vorbei und fünf schwere Spiele warten noch auf das Team. Hier will Hitzel noch möglichst viele Tore machen. Dass es so gut bei ihm läuft, liegt zum großen Teil am Team, aber auch daran, dass er aktuell richtig fit ist, betont der Stürmer. „Ich habe in der Vorbereitung und im Winter richtig viel gemacht und muskulär gar keine Probleme“, verrät der 26-Jährige.
Für die aktuelle Saison hatte er sich kein Ziel gesteckt. Aber die Wette mit seinem besten Kumpel hat er schon gewonnen. „Die Wette um 22 Tore ist schon geschafft. Dass es jetzt schon 32 in 21 Spielen sind, ist klasse. Da wo ich jetzt bin, wollte ich hinkommen. Ich hoffe, es kommt noch was dazu“, sagt er lachend.
Kurztrip nach Malle
Worum es bei der Wette ging? Um einen Kurztrip nach Malle. Das hat sich für Marc Hitzel also gelohnt. Ob es nach der Zeit in der Bezirksliga beim SV Baiersbronn und der einen Saison in der Landesliga beim SV Wittendorf noch mal irgendwo höherklassig für ihn weitergehen könnte, verneint er. „Ich bin hier derzeit wunschlos glücklich.“