Beim Glatten sind Thomas und Felix Loch auf einem sehr guten Weg. Foto: Volker Haag

Und Tabellenführer SV Dietersweiler kann die Meisterschaft klarmachen. Gewinnt die Mannschaft, knallen die Sektkorken.

Im Abstiegskampf trennt sich langsam die Spreu vom Weizen. In Oberiflingen müssen die Kaltbrunner wohl oder übel unbedingt dreifach punkten, ansonsten droht ihnen das selbe Schicksal wie dem SV Betzweiler-Wälde und dem VfR Klosterreichenbach, die bereits abgestiegen sind.

 

Wenn’s läuft, dann läuft’s. Ähnlich wie bei den Sulzern, die nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison vor dem Landesliga-Aufstieg stehen, verhält es sich auch beim SV Glatten.

Die Glattener standen schon mit mehr als einem Fuß vor dem Abstieg in die Liga „Sorgenlos“ und nur der Landesliga-Aufstieg der SpVgg Freudenstadt verhinderte dieses Malheur.

Klassenerhalt ziemlich sicher

Mit dem deutlichen Heimerfolg vom vergangenen Mittwoch gegen die SG Hallwangen steht der Klassenerhalt der Gelb-Schwarzen natürlich so gut wie fest. Und damit hat die Mannschaft des Vater-und-Sohn-Gespanns Thomas und Felix Loch bereits das wichtigste Ziel erreicht. „Das war ganz klar unser Ziel, dass wir uns eine weitere Zittersaison ersparen. In einer unglaublich engen Liga schauen wir jetzt aber nach vorne und wollen wenn möglich den zweiten Platz bis zum Saisonende behaupten. Da machen wir uns aber auch keinen Kopf, wenn das nicht klappen sollte“, so Thomas Loch.

Weiterentwicklung das Hauptziel

Thomas Loch, der nach dem Abgang von Jürgen Haug in der vergangenen Saison ins Trainerteam rückte, richtet gemeinsam mit seinem Sohn Felix den Hauptaugenmerk auf die Weiterentwicklung der Glattener Mannschaft.

„Wir setzen aussießlich auf unseren eigenen Nachwuchs, und Felix und mir ist es wichtig, dass unsere Spieler versuchen, alles fußballerisch zu lösen. Das fängt bereits bei unserer Abwehr an. Dazu haben wir die richtigen Spieler in unseren Reihen“, erklärt Thomas Loch.

Ein wahrer Glücksgriff war die Verpflichtung von Marc Hitzel. Hitzel hat sein Torkonto dank der vier Treffer Mitte der Woche auf 36 Saisontore geschraubt und ist der kongeniale Partner von Glattens Ausnahmespieler Felix Loch.

Der Start nach der Winterpause war nicht leicht. Zweimal mussten die Glattener gegen den Ligaprimus SV Dietersweiler antreten und verloren beide Partien ganz knapp. Weitere Niederlagen gegen die TSG Wittershausen und die SGM Marschalkenzimmern/Weiden kamen hinzu.

Turbo gezündet

„Wir haben schon gewusst, als wir den Spielplan studiert haben, dass dieser Auftakt es in sich hat. Wichtig ist es für uns, dass unsere jungen Spieler sich nicht verrückt machen lassen und die Ruhe auch im Spiel bewahren. Daran haben wir gearbeitet und bereits Fortschritte erzielt“, so Loch weiter.

Im Anschluss zündete der SV Glatten seinen Turbo und gewann fünf Spiele in Serie, was ihn auf den zweiten Tabellenplatz vorgespült hat. „In der Liga ist alles möglich. Verlierst du zweimal hintereinander, stehst du im Abstiegskampf. Gewinnst du zweimal hintereinander, klopfst du oben an. So verrückt ist die Liga in diesem Jahr“, so Glattens Coach.

So lief’s am Mittwoch

SV Glatten – SG Hallwangen 8:3 (4:2). Der SV Glatten hat sich mit dem deutlichen Heimerfolg gegen die SG Hallwangen den zweiten Tabellenplatz erobert. Ein wahres Offensivspektakel konnten dabei die Zuschauer an der Riedstraße bestaunen, bei dem die Hallwanger im Verlauf der ersten Halbzeit nach zwei gut getretenden Eckbällen zweimal in Führung lagen.

Nach und nach übernahmen aber in der Folge die Glattener, allen voran Spielertrainer Felix Loch und sein Torjäger Marc Hitzel, das Kommando unter einsetzendem Nieselregen. Glattens Torjäger Marc Hitzel, der an fast allen Toren seiner Mannschaft beteiligt war, erzielte insgesamt vier Tore. Tore: 0:1 Paul Moldovan (9.), 1:1 Fabio Fuoß (13.), 1:2 Sandro Ade (24.), 2:2, 3:2, 6:2, 8:3 Marc Hitzel (34., 37., 53., 90.+3.), 4:2, 5:2 Hannes Benner (42., 48.).