In der A2 herrscht Spannung wie noch nie: Gleich sieben Mannschaften dürfen sich Hoffnungen machen, zumindest den zweiten Platz mit der Relegation noch zu erreichen.
Kreisliga A Staffel 2: Zwei Bezirksliga-Absteiger, ein Kreisliga B-Aufsteiger und der amtierende Vizemeister – das Spitzenfeld bietet einen bunten Mix aus verschieden ambitionierten Mannschaften.
Nachdem vom ersten Rückrundenspieltag fünf Partien dem Winterwetter zum Opfer fielen, geht die A2-Staffel mit einem leicht verzerrten Bild in die Winterpause. 93 der 98 Begegnungen wurden gespielt. Dabei wurden 387 Tore erzielt, was einen Schnitt pro Spiel von 4,16 ergibt. Damit fielen nur unwesentlich weniger Tore als in der A1.
SV Hölzebruck
Mit 31 Punkten in 14 Partien mit 44:14 Toren hat der SV Hölzlebruck als Absteiger seine Mitfavoritenrolle auf den direkten Wiederaufstieg untermauert. Die Verlockung, bei einem Aufstieg in der kommenden Runde eine Etage höher drei lukrative Derbys gegen den Noch-Landesliga-Nachbarn FC Neustadt, den SV Hinterzarten und den FC Löffingen zu haben, sind zusätzliche Motivation.
Trainer Guiseppe Curia ist zufrieden, „weil wir uns oben festsetzten konnten. Wir wollen bis zum Ende oben mitmischen. Es wird nicht einfach, weil die Liga ausgeglichen ist.“ Mit Michael Schübel (15 Tore), Eugen Baibarak (8), Taras Anjievschi (7) und Marcel Waldvogel (4) behielt er seine komplette Offensivachse. Mit drei Heimsiegen in Serie und 16:1 Toren setzten sich die Neustädter von den Verfolgern etwas ab. Allerdings verlor die Curia-Elf schon drei Partien.
SG Riedböhringen/Fützen
Vizemeister SG Riedböhringen/Fützen (27/42:20) erlebte einige Höhen und Tiefen. „Wir haben in einigen Spielern zu viele Gegentore kassiert. Den einen oder anderen Ausfall verletzter Spieler konnten wir nicht immer optimal kompensieren. Wichtig war oben dranzubleiben.“ Die Highlight-Spiele gegen Hölzlebruck (2:1) oder das Derby in Blumberg (2:1) mit der höchsten Zuschauerzahl (500) wurden dabei gewonnen.
SG Kirchen-Hausen
Im Gegensatz zu Hölzlebruck hatte der zweite Absteiger SG Kirchen-Hausen (24/24:13) trotz der besten Abwehr der Liga um Keeper Fabian Stihl zu wenig Tore erzielt und Konstanz vermissen lassen, wodurch die Meisterschaft schwierig werden dürfte. Bitter: Gegen die Spitzenteams Riedböhringen (2:0), St. Märgen (1:0) und Lenzkirch (4:1) wurde gewonnen, dafür gegen gleich drei Mannschaften auf den letzten sechs Plätzen verloren. „Da fehlte uns oft die Konstanz“, zeigte Trainer Berkay Cakici auf.
Enttäuschungen
Drei Mannschaften blieben komplett hinter den Erwartungen zurück: Der SV Immendingen (22/7.), der FC Bräunlingen (19/8.) und der TuS Blumberg (14/10.). Vor allem die Blumberger hatten vor einem Jahr nach 14 Partien bereits 27 Punkte, Immendingen 24.
Den größten Absturz erlebte der Tabellenvorletzte FC Pfohren. Im Dezember 2024 mit 25 Zählern Überraschungsvierter, kamen in der laufenden Runde nur magere neun Pünktchen (-16) zusammen.
Heimvorteil
Im Gegensatz zur A1, in der erstmals seit 1978 deutlich mehr Auswärtspunkte geholt wurden, bedeutet in der A2 der Heimvorteil ein noch etwas größeres Faustpfand. Doch hier schwindet der Wert ebenfalls ungewöhnlich. Ein Zufall oder eine Tendenz? In jedem Fall haben der SV Hölzlebruck (16/15), die SG Riedböhringen/Fützen (14/13), die SG St. Märgen/St. Peter (15/10) und die SG Lenzkirch-Saig (14/10) nur wenige Zähler Unterschied von daheim zu Partien in der Fremde.
Markant wird es bei der SG Kirchen-Hausen (9/15), die auf gegnerischen Plätzen sechs Punkte mehr holte. Keine Heimschwäche, sondern absolute Stärke zeigt der FC Bräunlingen (16/3), der den größten Unterschied aller 14 Mannschaften aufweist.
Ohne Heimniederlage blieb kein Verein, ohne Auswärtssieg in sieben Spielen blieben dagegen der SV Eisenbach und der FC Bräunlingen.
Zahlen, Daten, Fakten
Die höchsten Siege gab es in den Partien: Riedböhringen/Fützen – Titisee 10:0, Bräunlingen – Pfohren 7:1, Hölzlebruck – Pfohren 6:0 und Titisee – Hölzlebruck 0:6.
Die torreichsten Spiele waren: Bräunlingen – Ewattingen 7:4 (11 Tore), Riedböhringen – Ewattingen (10), Riedböhringen – Eisenbach 7:2 (9) sowie St. Märgen – Bräunlingen 5:4 (9).
Bemerkenswert: Gleich in sieben Spielen fielen je acht Treffer, davon viermal ein 4:4-Unentschieden. Das häufigste Ergebnis war ein 2:1 (11). Nur zwei Partien endeten 0:0, darunter war das Derby zwischen Tabellenführer Hölzlebruck und Schlusslicht Eisenbach.
Riedböhringen blieb sieben, Hölzlebruck und St. Märgen je sechs Spiele unbesiegt. Kirchen-Hausen gelangen gar sechs Siege in Serie. Negativ konnte der FC Pfohren neunmal nicht gewinnen. Der SV Titisee kassierte sieben Niederlagen in Serie mit 6:34 Toren.
Fairness
Hölzlebruck bekam nur 19 Gelbe Karten (nur Spieler), keinen Platzverweis. Insgesamt handelten sich die 14 Teams nur zwölf Gelb-Rote (eine für einen Offiziellen) und sechs Rote Karten ein. Etwas aus der Reihe tanzten hier der SV Grafenhausen (3/2), die SG Kirchen-Hausen (2/1) und der TuS Blumberg (2/1), wobei die Blumberger nur 24 Gelbe kassierten. In dieser Auflistung marschierte der SV/TuS Immendingen (39) vor Kirchen-Hausen (37) weit davon. Insgesamt gab es in 93 Spielen 18 Platzverweise und 402 Gelbe.