Viele Tore, aber kein Gewinner: Das 3:3 in St. Georgen hilft keinem der beiden Clubs am Tabellenende wirklich weiter.
FV/DJK St. Georgen – FC Bad Dürrheim 3:3 (2:3). Es war irgendwie symbolisch für beide Teams im aktuellen Abstiegskampf – die Partie hatte keinen Sieger verdient. Für den Tabellenletzten war es zwar der erste Punktgewinn, angesichts des Spielverlaufs dürfte dies jedoch keinen der Spieler und Verantwortlichen so wirklich zufriedengestellt haben. Bei den Gästen geht das Warten auf den zweiten Saisonsieg ebenfalls nun schon seit acht Spielen weiter, obwohl es spielerisch gute Ansätze zu sehen gab.
Offener Schlagabtausch ab der ersten Minute
Fußballerisch war es sicherlich kein Leckerbissen, ob der vielen Abspielfehler auf beiden Seiten. Daraus wiederum entwickelte sich allerdings eine kurzweilige und ansehnliche Begegnung mit vielen Chancen. Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können – mit einem 5:3, 3:5 oder 6:6. Letztlich aber vergaben die Bergstädter Mitte der zweiten Halbzeit das Momentum, die Partie zu drehen und der Gast in der Schlussphase den entscheidenden Konter zum Siegtor zu setzen.
In der ersten Halbzeit ging es im offenen Schlagabtausch von Beginn an hin und her. Valentin Haas traf schnell zum 1:0 (6.), was Efektan Taskiran keine 100 Sekunden später mit dem 1:1 beantwortete (8.). Kaum wieder angepfiffen markierte Marcello Ciccone die 1:2-Führung der Salinenstädter (12.). Doch deren Freude dauerte keine Minute – im Gegenzug sorgte Guiseppe Tallarico für den 2:2-Ausgleich (13.). Es war noch keine Viertelstunde gespielt. Danach dauerte es eine Weile, ehe Maksym Dodchuk in der 36. Minute zum 2:3 traf.
St. Georgens Joker Jamil Ammar sorgt für den Endstand
In diesem offensiven Stil ging es nach dem Seitenwechsel weiter: Dürrheim verpasste die Chance zum 2:4, ehe St. Georgen in der 74. Minute durch den eingewechselten Joker Jamil Ammar nach einem herrlichen Spielzug über Manuel Passarella nach Querpass in den Fünfmeterraum der 3:3-Ausgleich gelang.
Die Partie drohte zu kippen, allerdings ließ der FV/DJK binnen acht Minuten vier Hundertprozentige liegen. Alex German per Heber über Keeper Marian Mundru und das Gehäuse sowie mit einem Kopfball, Manuel Passarella und Ammar verpassten das vierte oder gar fünfte Tor.
Auf der anderen Seite setzte Bad Dürrheim in den letzten sieben Minuten drei brandgefährliche Konter. FV-Keeper Nick Feis rettete dreimal gegen Dima Cernica und Altin Mamusha, der frei auf ihn zugelaufen war (88.).
Statistik
FV/DJK St. Georgen: Feis – Ied, Al-Nohayter (89. Spina), Wetzig, Maier, Bomparola, M. Passarella, Tallarico (65. Ammar), Belcastro (72. Grillo), Haas, German.
FC Bad Dürrheim: Mindru – Cernica, Davidovic, H. Taskiran (80. Tobey), Ciccone (78. Schneckenburger), E. Taskiran, Bounadar, Qierimaj, Ouhammou (46. Mamusha), Kliche, Dodchuk.
Tore: 1:0 Haas (6.), 1:1 E. Taskiran (8.), 1:2 Ciccone (12.), 2:2 Tallarico (13.), 2:3 Dodchuk (36.), 3:3 Ammar (74.).
Schiedsrichter: Erich Schmieder (Triberg).
Zuschauer: 100.
Gelbe Karten: 2/4.
Trainerstimmen
Manuel Passarella, FV/DJK St. Georgen: „Wir hatten uns viel vorgenommen, um den ersten Sieg einzufahren. Leider haben wir zu viele Fehler bei den Gegentoren gemacht. Nach dem 3:3 hatten wir genügend Chancen, um die Partie zu unseren Gunsten zu entschieden, die wir nicht genutzt haben.“
Predrag Kicic, FC FC Bad Dürrheim: „Wir können mit dem Punkt leben. Beide Teams hätten das Spiel gewinnen können. Es hatte verschiedene Phasen wo wir Glück hatten als St. Georgen nach dem 3:3 aufkam, doch am Ende hatten wir ebenfalls noch dicke Chancen zum vierten Treffer. Es war letztlich ein gerechtes Unentschieden.“