Diese Kupferabfälle hat die Polizei sichergestellt. Foto: Polizei

Polizei kontrolliert osteuropäische Bande auf A 81. Herkunft des Diebesguts steht noch nicht fest.

Kreis Rottweil - Bereits am 18. Juni hat  eine Streife des Fahndungsdienstes der Autobahn- und Verkehrspolizei Rottweil auf der Autobahn 81 einen älteren grünen Mercedes mit osteuropäischem Kennzeichen entdeckt, der in Richtung Stuttgart fuhr. Bei der Kontrolle konnten im Fahrzeug drei Männer festgestellt werden, die angaben, zu Besuch in Rottweil gewesen zu sein.

Die angeblich besuchte Person existiert jedoch nicht. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs wurde im Kofferraum ein Reisekoffer entdeckt, der mit etwa 50 Kilogramm Kupferabfällen aller Art vollgestopft war. In ein Dachrinnenteil war der Schriftzug MARZARI TECHNIK eingeprägt.

Auf dem Rücksitz des Autos befand sich eine große Nylonreisetasche, welche ebenfalls randvoll mit Kupferabfällen war. Der interessanteste Fund waren jedoch zwei große runde Behälter - einer aus Kupfer, der andere aus Blech -, die der Form nach vermutlich als Heizspulen gedient hatten. Die Fahrzeuginsassen gaben an, dass sie alles in einem Container "gefunden" hätten. Wo dieser Container stand, konnten oder wollten sie nicht sagen.

Dem Anschein nach dürfte es sich bei dem Diebesgut um Abfälle aus einem Flaschner- oder Installationsbetrieb handeln, bei dem das Kupfer entwendet worden war. Das Diebesgut wurde sichergestellt und wird bei der Autobahn- und Verkehrspolizei Rottweil verwahrt. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse zum Aufenthalt der Personen dürfte sich der Tatort im Kreis Rottweil oder Tuttlingen befinden.

Da bislang noch keine entsprechende Diebstahlsanzeige bei der Polizei eingegangen ist, sind weder Tatort noch Geschädigter bekannt, so dass der Presseaufruf mit Bildern des Diebesgutes erfolgt. Sollte der Eigentümer die Kupferabfälle wiedererkennen, wird um Rückmeldung an die Autobahn- und Verkehrspolizei Rottweil unter der Telefonnummer 0741/34879-0 gebeten.

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