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Kreis Rottweil Tierheim stößt an seine Grenzen

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20 Katzen wurden im Tierheim unter Quarantäne gestellt. Foto: Bültel

Kreis Rottweil - Ausnahmesituation beim Rottweiler Tierheim: 46 Katzen und 20 neue Hunde, allesamt krank, haben die Mitarbeiter gerade zu versorgen. Drei Hunde sind bereits gestorben. Die Kapazitätsgrenzen sind überschritten und Überstunden häufen sich an. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Auf einem Hof in der Region sind die Tierheim-Mitarbeiter auf katastrophale Zustände gestoßen. Katzen hatten sich dort munter vermehrt, Krankheiten hatten sich unter ihnen verbreitet. 20 Katzen wurden im Tierheim unter Quarantäne gestellt.

"Ein Wurf musste eingeschläfert werden, drei weitere Kitten sind blind", erklärt Tierheimleiterin Mandy Zumbroich. "Einen solchen Fall haben wir noch nie erlebt." Es kämen noch immer weitere kranken Katzen von dem Hof im Tierheim an.

"Lediglich vier Katzen sind noch gesund"

Trotz der Quarantäne haben sich die anderen Katzen im Heim mit einem viralen Schnupfen angesteckt. Gegen den gebe es kein Heilmittel, er könne nur ausgesessen werden und sei hochansteckend. Die Quarantänezone befinde sich am anderen Ende des Katzenhauses als die Waschräume. Man habe also mit der kontaminierten Wäsche durch das Haus laufen müssen. Das allein habe gereicht, um 46 weitere Katzen anzustecken.

"Lediglich vier Katzen sind noch gesund", sagt Zumbroich. Die anderen brauchen nun besonders viel Pflege. Dafür bringen die Tierheimmitarbeiter teils 14 Stunden Arbeit pro Tag auf. "Der Aufwand ist heftig, wir sind an unsere Grenzen gestoßen", so die Leiterin. Etliche Möbel aus Holz und Kratzbäume mussten entsorgt werden, weil sie infiziert waren. Auf Kratzbaumspenden sind sie nun angewiesen.

Veterinäramt bringt 23 kleine Hunde vorbei

Als ob diese Herausforderung nicht genug wäre, hat das Veterinäramt Ende September 23 kleine Hunde vorbei gebracht. Sie wurden beschlagnahmt, weil sie aus einer illegalen Zucht stammen. 20 von ihnen haben in einem Zimmer einer gewöhnlichen Mietwohnung gehaust, seien krank und verwahrlost, teils auch verhaltensgestört gewesen, berichtet Anna Lamparter vom Veterinäramt Rottweil.

500 Euro pro Tag kostet nun die Pflege und der Tierarzt, die bisher jedoch vom Veterinäramt gestemmt werden. Drei Hunde seien dennoch an Parasiten gestorben. "Wer einen Hund gekauft hat und Bedenken hat, dass es beim Züchter nicht zugeht, wie es sollte, kann sich immer bei uns melden", meint Lamparter. Das Veterinäramt sei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Bereits im Frühjahr 2018 hatte es im Kreis Rottweil einen schweren Fall von Animal Hoarding gegeben. Damals hatte das Veterinäramt rund 160 Tiere beschlagnahmt.

Auch damals war unser Video-Team vor Ort:

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Armin Schulz

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