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Kreis Rottweil Notaufnahme für Stunden versperrt

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Die Notaufnahme der Helios-Klinik in Rottweil konnte für Stunden vom Rettungsdienst nicht angefahren werden. Ab dem Mittwochmittag ist sie wieder "im Dienst". Foto: VanHope – stock.adobe.com

Kreis Rottweil - Aufnahmestopp in der Notaufnahme, der Patient muss im Rettungswagen bleiben. Nicht diese Notaufnahme, sondern eine, die noch Patienten aufnimmt, ist also jetzt das Ziel. Selbst wenn es Villingen oder, noch schlimmer, Spaichingen ist.

So schildert einer der Retter s eine Schicht in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Nach seiner Aussage war es nicht das erste Mal, dass den Rettern die Notaufnahme der Helios-Klinik in Rottweil versperrt bleibt. Und die Notaufnahme im Klinikum Villingen sei chronisch überlastet, fügt er hinzu.

Am Mittwochmittag dann Entwarnung

Am Mittwochmittag dann Entwarnung vom stellvertretenden Leiter der integrierten Leitstelle, Andreas Noth: Die Helios-Klinik in Rottweil kann von den Rettungskräften wieder angefahren werden. Noth stellt auch gleich fest, das die Helios-Klinik ein sehr zuverlässiges Krankenhaus sei. Sie melde sich nur äußerst selten ab. "Ich kann nichts Negatives sagen", so Noth.

Bei anderen Krankenhäusern, wie dem in Oberndorf, passiere dies auch selten, aber jedenfalls häufiger als bei der Helios-Klinik.

Welches Krankenhaus im konkreten Fall dann angefahren werde, wenn sich eines abmelde, das entscheide die Rettungswagenbesatzung oder der Notarzt nach Standort des Einsatzes, Verletzungsmuster und Krankheitsbild des Patienten. Manche Häuser werden in bestimmten Fällen sowieso angefahren, so in Fällen, die das Herz betreffen, das Villinger Klinikum und das Krankenhaus in Freudenstadt, erläutert Noth. Schlaganfälle werden fast immer ins Rottenmünster transportiert. Grundsätzlich, so Noth, müsse man zwischen Häusern der Grund- und Regelversorgung und jenen mit Spezialabteilungen und -geräten unterscheiden.

Gründe für Abmeldung gibt es viele

Und der Patient, der nach Spaichingen gebracht worden sei? Da geht Noth davon aus, dass es dem Patienten nicht "so grausig schlecht" ging, um den Transport nicht zu verantworten. Immerhin stelle ein moderner Rettungswagen so etwas wie eine "fahrende Intensivstation" dar.

Über die Gründe, warum sich die Helios-Klinik abgemeldet habe, mochte Noth nicht spekulieren. Gründe für eine vorübergehende Abmeldung gebe es viele. So würden sich kleine Häuser abmelden, wenn der Arzt in der Notaufnahme nach einem Unfall eine ungeplante Operation durchführen müsse, oder wenn wichtige Geräte gewartet würden, so dass beispielsweise der Schockraum nicht genutzt werden könne. Dies meldeten die Krankenhäuser jedoch mindestens einen Tag vorher. Auch ein Mangel an freien Betten sei eine mögliche Ursache für eine Abmeldung. So könne beispielsweise eine plötzliche Grippewelle eine Notaufnahme schnell an ihre Grenzen bringen, so dass sie vorübergehend schließen muss.

Die Helios-Klinik macht für die Abmeldung noch einen weiteren Grund geltend. Wie Klinik-Sprecherin Andrea Schmider erläutert, arbeitet das Krankenhaus aufgrund der Urlaubszeit im Bereich des Pflegepersonals derzeit mit kleineren Teams und hat die Bettenanzahl entsprechend reduziert, um die Patienten optimal betreuen zu können. Durch mehrere Krankheitsfälle im Bereich der Pflege habe die Helios-Klinik nun weitere Ausfälle, was dazu geführt habe, dass weitere Betten nicht belegt werden. Sobald das Krankenhaus wieder freie Bettenkapazitäten habe, nehme die Klinik wieder wie gewohnt alle Patienten auf. Dazu werde das DRK umgehend informiert. Aus Sicht der Klinik, so Schmider weiter, sei diese Vorgehensweise im Sinne der Patienten, denn oberstes Gebot sei die Patientensicherheit.

Alle Patienten, die direkt und ohne DRK in die Notfallambulanz kämen, würden selbstverständlich behandelt.

Auch die unmittelbare Erstversorgung von Schwerkranken und Schwerstverletzten, die mit dem DRK kommen, etwa Schockraumpatienten, sei selbstverständlich weiterhin gewährleistet. Nach der Erstversorgung prüfe die Klinik, ob sie den Patienten aufnehmen könne oder ob er zur weiteren Versorgung weiterverlegt werden muss.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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