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Kreis Rottweil Fordert Gesundheitsamt Bundeswehr an?

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Die Corona-Lage im Kreis wird ernster. In den Kliniken herrscht Normalbetrieb. (Symbolfoto) Foto: © candy1812 - stock.adobe.com

Kreis Rottweil - Die Corona-Lage wird auch im Kreis Rottweil ernster. In mehreren Schulen gibt es Infizierte, auch an zwei Berufsschulen. Das Gesundheitsamt erwägt die Hilfe der Bundeswehr. Die gute Nachricht: In den Kliniken sieht es entspannt aus.

Es ist erst wenige Wochen her, da schien das Pandemiegeschehen im Kreis sich noch in geordneten Bahnen zu bewegen. Doch inzwischen hat sich die Lage geändert. Fast täglich werden wieder Neuinfizierte gemeldet. Am Freitag sind es zwölf mehr als am Tag zuvor. Insgesamt wurden im Kreis seit Ausbruch der Pandemie 833 Menschen positiv auf den Covid-19-Erreger getestet. 65 Fälle sind aktiv. Bei den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus ändert sich indes nichts. Es bleibt bei 27 Verstorbenen.

Lage um Covid-19 in Klinik entspannt

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz erreicht der Kreis am Freitag einen Wert von 26,5. Der Nachbarlandkreis Schwarzwald-Baar hat die kritische Grenze von 50 am Donnerstag gerissen – der Wert liegt am Freitag bei 61,2. Dort gelten nun verschärfte Maßnahmen und Regeln.

Das ist das aktuelle Bild im Kreis Rottweil: Es gibt wieder mehr Infizierte, aber offensichtlich keine schwereren Krankheitsverläufe. Das ist dem Lagebild aus den Krankenhäusern zu entnehmen, das wir eingefangen haben: In der Rottweiler Helios Klinik ist die aktuelle Lage um Covid-19 laut Pressesprecherin Andrea Schmider entspannt. "Zwei Patienten befinden sich auf der Isolierstation. Auf der Intensivstation sind aktuell keine Patienten", informiert sie. Die Kapazitäten auf der abgetrennten Isolierstation seien mit derzeit acht Betten vollkommen ausreichend.

Prinzip hat sich im Frühling bewährt

Bei Bedarf, betont Schmider, könne dieser Bereich schnell erweitert werden – bis auf 30 Betten. "Wir gehen dann mit Schleusen nach vorne in die Station. Und falls die Betten nicht mehr gebraucht werden, können wir die Kapazitäten schnell zurückfahren. Das Prinzip hat sich im Frühling bewährt", erklärt sie.

Die Zahl an Covid-19-Erkrankten blieb in den vergangenen Wochen relativ konstant. "Wir sind noch nicht in einer angespannten Lage", versichert Schmider. Trotzdem wirke sich die Pandemie auf den Klinikbetrieb aus: So müsse etwa in allen Krankenzimmern der Mindestabstand eingehalten werden. Das führe dazu, dass etwa Dreibettzimmer als Zweibettzimmer genutzt würden.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen gelten laut Schmider auch in der Geburtshilfe. "Bei uns an der Helios Klinik können auch Corona-Positive entbinden. Wir haben dafür ein spezielles Konzept entwickelt", sagt sie.

Intensivstation weiterhin normal ausgelastet

Ähnlich sieht es beim SRH-Krankenhaus in Oberndorf aus. Geschäftsführer Andor Toth äußert auf Anfrage, dass in den vergangenen Wochen nur vereinzelt Covid-Fälle stationär aufgenommen worden seien. Aktuell werde ein Coronapatient behandelt. Seit geraumer Zeit herrsche wieder normaler Betrieb im SRH Krankenhaus Oberndorf.

Durch das bisher noch relativ ruhige Pandemiegeschehen in der Region sei die Intensivstation weiterhin normal ausgelastet. Sie sei im üblichen Umfang mit intensivpflichtigen Patienten belegt, die nicht an Corona erkrankt seien. Die intensivmedizinische Notfallbehandlung sei jedoch auch während der ersten Coronawelle im Landkreis gewährleistet gewesen, betont er.

Bis Stand heute gebe es keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zu den Sommermonaten. Lediglich die Anzahl der Verdachtsfälle habe sich in den vergangenen beiden Wochen wieder erhöht. Zumeist habe sich der Verdacht aber nicht bestätigt, so Toth.

Möglicherweise wird auf Bundeswehr zurückgegriffen

An mehreren Schulen im Landkreis hat es Covid-19-Fälle gegeben, auch an Berufsschulen. Laut dem geschäftsführenden Schulleiter Axel Rombach stellt sich die Situation wie folgt dar: An den Beruflichen Schulen Oberndorf-Sulz gebe es einen infizierten Schüler. Betroffen seien eine Klasse und sechs Lehrkräfte. 30 Schüler befänden sich in Quarantäne. In Schramberg ist ebenfalls ein Schüler positiv getestet worden. Betroffen seien zwei Klassen und sechs Lehrkräfte. 24 Schüler müssen sich in Quarantäne begeben. Durch das Erreichen der landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Fällen pro 100 000 Einwohner wird das Masketragen auch in den Unterrichtsräumen ab Klasse  5 ab Montag zur Pflicht.

Das Gesundheitsamt arbeitet auf Hochtouren. Der Erfolg fußt darauf, die Kontakte von Infizierten ausfindig machen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen zu können. Dazu wird weiteres Personal akquiriert, möglicherweise wird auf die Bundeswehr zurückgegriffen.

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