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Kreis Rottweil Coronavirus-Verdachtsfall in der Helios-Klinik

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In der Helios-Klinik gab es zwei Verdachtsfälle, die sich nicht bestätigten. Foto: Otto

Kreis Rottweil - Aufregung um das Coronavirus nun auch im Kreis Rottweil: In der Helios-Klinik in Rottweil wurde am Mittwochabend ein Patient mit Atemwegserkrankung aufgenommen, bei dem aktuell noch nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine Corona-Infektion vorliegt. Der Patient wurde direkt isoliert untergebracht, die erforderlichen Untersuchungen eingeleitet und das Gesundheitsamt informiert. Auch am Helios-Klinikum in Pforzheim gibt es einen Coronavirus-Verdacht.

Wie Pressesprecherin Andrea Schmider auf Nachfrage erklärt, laufen parallel zur Diagnostik der Klinik noch epidemiologische Untersuchungen seitens des Gesundheitsamtes, mit dem man in enger Abstimmung sei.

Der Betrieb des Krankenhauses und der Notaufnahme sei dadurch nicht beeinträchtigt. "Die entsprechenden Proben sind auf dem Weg an das Landesgesundheitsamt Stuttgart, wo sie untersucht werden", so Schmider. Das Untersuchungsergebnis soll frühestens am Donnerstagnachmittag vorliegen.

Patient muss vorab angekündigt werden

Die Helios Klinik Rottweil sei für den Fall, dass Patienten mit Verdacht auf den Coronavirus in die Klinik kommen, vorbereitet. "Unser medizinisches und pflegerisches Personal ist nach einem Hygieneplan auf Grundlage der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) eingewiesen. Es wurde außerdem ein Handlungsschema für bestimmte interne Abläufe von unseren Hygienefachkräften entwickelt. Wir berücksichtigen alle notwendigen Maßnahmen hinsichtlich der Hygiene und Isolierung", versichert Schmider

Die Sprecherin weist die Bürger in diesem Zusammenhang auf folgende Vorsichtsmaßnahme hin: "Besteht ein Verdacht auf Coronavirus, sollten die Betroffenen oder der Hausarzt, bei dem sich der Patient gemeldet hat, bereits vorab bei uns in der Klinik anrufen und den Patienten ankündigen. So kann der Patient mit allen notwendigen Sicherheitsmaßnahmen aufgenommen und umgehend isoliert werden."

So hat es auch ein Leser des Schwarzwälder Boten am Mittwochabend gemacht, der sich an Donnerstagmorgen bei uns gemeldet hat. Ein Familienmitglied hatte nach der Rückkehr von einer weiteren Reise plötzlich über Fieber und Nierenschmerzen geklagt. Sicherheitshalber fuhr die Familie in die Klinik nach Rottweil, schließlich wisse man nie, ob das gefährliche Virus womöglich im Flugzeug mitgeflogen sei.

Bereits der zweite Verdachtsfall innerhalb eines Tages

Der Mann fuhr sicherheitshalber mit einem extra Auto voraus, um an der Pforte darauf hinzuweisen, dass nicht auszuschließen sei, dass sein Familienmitglied womöglich mit dem Coronavirus infiziert sei. Daraufhin habe man ihm geantwortet: "Dann sind Sie jetzt schon der zweite Coronafall heute." Ein weiterer sei von einem Arzt eingewiesen worden. "Das hat mich dann schon verwundert", berichtet er uns. Zeitgleich sei ein Hubschrauber bei der Klinik gelandet.

Der Leser sorgt sich, dass Bürger womöglich nicht umgehend informiert werden, wenn es tatsächlich einen solchen Fall gebe. Sprecherin Andrea Schmider betont jedoch, dass dies natürlich umgehend dem Gesundheitsamt gemeldet würde.

Auch im Fall einer Erkrankung keine Verlegung notwendig

Petra Sostak, Ärztin am Gesundheitsamt, sieht trotz des Verdachtsfalls an der Helios-Klinik weiter keinen Grund zur Panik. Der Patient sei isoliert, die Diagnostik laufe. Der Patient sei zwar in China gewesen, aber nicht direkt in dem zu der Zeit geltenden Risikogebiet , erklärt sie. Das Problem sei, dass es derzeit  viele Erkrankungen der Atemwege gebe.

Sollte sich der Verdacht trotzdem bestätigen, müsste bei dem isolierten Patienten die Symptomatik behandelt werden. Wenn dies gut gelinge, sei keine weitere Verlegung notwendig. Gleichzeitig müssten dann die Kontaktpersonen des Mannes ermittelt und bei diesen frühzeitig Untersuchungen durchgeführt werden. Dies werde ohne Bestätigung des Virus noch nicht angegangen. "Das müsste man ja sonst  bei jedem Chinareisenden machen."

Sollte es einen bestätigten Fall geben, müsse dieser dem Landesgesundheitsamt gemeldet werden. Und man werde natürlich in so einem Fall überlegen, wie man die Bevölkerung angemessen informiert. "Es sind Ausnahmefälle", betont Sostak.

Appell an Bürger: gegen Grippe impfen

Sorge bereite den Fachleuten nach wie vor die Influenza, gerade, weil die Fasnet bevorsteht. Hier  appelliert sie nochmals dringend an die Bürger, sich impfen zu lassen. Bei geschwächten Menschen könne die Influenza bedrohliche Folgen haben. 

Beim Familienmitglied unseres Lesers konnte inzwischen übrigens Entwarnung gegeben werden. Es ist die Grippe.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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