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Kreis Rottweil Corona: Wieder Dynamik im Landkreis

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Wie hier am Flughafen Stuttgart können sich Reiserückkehrer kostenlos testen lassen. Im Kreis Rottweil wirkt sich die Urlaubssaison bereits negativ auf die Corona-Entwicklung aus. Foto: Schmidt

Kreis Rottweil - Nach langer Ruhe steigen die Corona-Infektionen im Kreis Rottweil derzeit wieder an. Unsere Nachfrage beim Gesundheitsamt ergibt, dass es sich bei den Neuinfektionen meistens um Reiserückkehrer handelt. Die aktuelle Entwicklung gebe "Anlass zu erhöhter Wachsamkeit", heißt es.

Wochenlang schien das Coronavirus im Kreis so gut wie ausgerottet - zumindest was die offizielle Statistik angeht. Teilweise gab es über eine Woche lang keine bestätigten Neuinfektionen und maximal einen akut am Virus Erkrankten. Jetzt ist eine neue Dynamik zu beobachten: Innerhalb weniger Tage stieg die Zahl der COVID-19-Erkrankungen auf sechs, Städte und Gemeinden wie Schramberg und Epfendorf, die lange nicht mehr in der Statistik auftauchten, sind wieder betroffen.

"Bei den dem Gesundheitsamt Rottweil gemeldeten Fällen der vergangenen Tage handelt es sich meist um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Neben Einzelreisenden waren zuletzt auch Personen betroffen, die zusammen in Gruppen verreist waren", heißt es auf unsere Nachfrage. Auch wenn die Lage im Kreis Rottweil mit Blick auf den bundesweiten Zuwachs derzeit noch "vergleichsweise günstig" sei, so bewertet es das Gesundheitsamt doch als "auffallend", dass die zuletzt gemeldeten Fälle fast ausnahmslos in Verbindung mit Reiserückkehrern stehen. "Eine weitere Zunahme der Meldezahlen muss angesichts der noch zu erwartenden Urlauberrückreisewellen und bei erhöhter Testaktivität befürchtet werden", lautet die Prognose.

Abstands- und Hygieneregeln auch im Ausland einhalten

Das Gesundheitsamt verweist auf die "Coronaverordnung Einreise-Quarantäne (EQ)", durch die sichergestellt werde, dass durch Einreisen in die Bundesrepublik Deutschland nicht "zusätzliche Impulse" für das inländische Infektionsgeschehen geschaffen werden und neue Infektionsherde durch Ein- und Rückreisende entstehen. Genau dies war nämlich zu Beginn der Pandemie der Fall.

Wie das Gesundheitsamt erinnert, kann sich seit dem 1. August jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, kostenlos testen lassen. Bis das Testergebnis vorliegt, bestehe bei Rückkehrern aus Risikogebieten die Verpflichtung zur häuslichen Absonderung.

Darüber hinaus bittet das Rottweiler Gesundheitsamt die Bevölkerung, weiterhin engagiert Abstands- und Hygieneregeln konsequent - auch im Freien und auch im Ausland - einzuhalten, Innenräume zu lüften und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt zu tragen. In der jüngsten Pressekonferenz Ende Juli hatte auch Landrat Wolf-Rüdiger Michel die Bürger aufgefordert, angesichts der scheinbaren Ruhe an der Corona-Front nicht nachzulassen. Die Sommerferien hatte er als "Herausforderung" bezeichnet und dringend empfohlen, Reisen in Risikoländer zu meiden.

Das Gesundheitsamt verweist angesichts der aktuellen Entwicklung im Landkreis auf die Empfehlung des auswärtigen Amts. Demnach solle man bei Reisen besondere Vorsicht walten lassen und sich vorab über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Situation im Reiseland eingehend informieren.

Eine gute Nachricht: Am Mittwoch kam kein neuer bestätigter Fall hinzu. Damit bleibt es bei sechs aktiven Fällen, drei in Schramberg und je einer in Dornhan, Oberndorf und Epfendorf. Die Gesamtzahl aller bislang festgestellten Infektionen liegt bei 689. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz hat der Kreis Rottweil mit 3,6 derzeit den höchsten Wert aller umliegenden Landkreise.

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