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Kreis Rottweil Corona-Intensivstation der Helios-Klinik ist leer

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Die Situation an der Helios-Klinik hat sich derzeit deutlich entspannt. Foto: Neumann

Kreis Rottweil - Passend zur derzeitigen Stabilisierung der Corona-Lage im Kreis Rottweil gibt es auch gute Nachrichten aus der Helios-Klinik: Derzeit liegt kein COVID 19-Patient auf der Corona-Intensivstation. Der OP-Betrieb wird nun schrittweise wieder aufgenommen.

Genau vor vier Wochen hatte sich noch ein ganz anderes Bild geboten: Beatmete COVID-Patienten wurden per Hubschrauber in andere Kliniken geflogen, um wieder freie Kapazitäten vor Ort zu schaffen. Während die Corona-Intensivstation – Stand Montag – verwaist ist, liegen laut Sprecherin Andrea Schmider aktuell 15 Patienten auf der Isolierstation. Die Situation lasse es nun zu, dass das OP-Programm wieder aufgenommen wird.

Kommen Antikörpertests?

Im benachbarten Zollernalbkreis war vergangene Woche bekannt geworden, dass die Klinik dort Antikörpertests einsetzt. Diese Tests sollen laut Klinik-Laborleiterin Zeliha Özkan zeigen, ob Mitarbeiter das neuartige Virus bereits hinter sich haben – und womöglich nun dagegen immun sind.

An der Helios-Klinik in Rottweil ist man damit derzeit noch zurückhaltend, erklärt Andrea Schmider auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten. Zwar werde man ebenfalls eine gewisse Anzahl solcher Tests erhalten, so dass diese in Kürze eingesetzt werden könnten – aber es gebe noch Fragen zu klären. Dabei geht es vor allem um die Belastbarkeit der Testergebnisse. Der Chefarzt im Bereich Innere Medizin II, Wolfgang Heinz, leitet an der Helios-Klinik Rottweil als Infektiologe die Isolierstation und sagt, zunächst müsse ein klares Ziel einer solchen Antikörpertestung definiert werden – beispielsweise, dass der Test quasi "immune" Mitarbeiter identifiziert, um diese dann gezielt in Bereichen mit COVID-19-Patienten einzusetzen.

Sind solche Tests verlässlich?

Dazu müsse der Test jedoch so zuverlässig sein, dass das Testergebnis belastbar ist. Wolfgang Heinz: "Wird fälschlicherweise eine Immunität suggeriert, dann kann das erst recht zur Gefährdung der Mitarbeiter führen. Etwa, wenn beispielsweise Schutzmaßnahmen eventuell lockerer gesehen werden, weil man sich in falscher Sicherheit wähnt. "Was die Zuverlässigkeit dieser Tests angeht, schätzt Heinz, dass aktuell etwa fünf bis sieben Prozent der Ergebnisse falsch positiv sind. Das heißt: Von 100 Mitarbeitern, die nachweisbare Antikörper hätten, wären fünf bis sieben sicher nicht immun gegen das Coronavirus.

Vor diesem Hintergrund werde man in der Klinik ein Konzept erarbeiten, mit dem festgelegt wird, wie und mit welchem Ziel die Antikörpertests eingesetzt werden, so der Chefarzt.

Trotz der derzeit positiven Entwicklung: Das Coronavirus wird die Klinik weiter intensiv beschäftigen.

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