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Kreis Rottweil Bei der Postzustellung hapert es weiterhin

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Die Deutsche Post hat im Raum Rottweil weiterhin große Probleme bei der Zustellung. Etliche Briefträger sind krank, Briefe bleiben tagelang liegen. Symbol-Foto: © pixelrobot–­stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Rottweil - Tagelang trudeln keine Briefe ein und dann, verspätet, an einem Tag sieben Stück auf einmal? Kein Einzelfall im Raum Rottweil. Seit Wochen hat die Deutsche Post immense Probleme mit der Zustellung. Und das vor Weihnachten.

Auf diese Post haben die beiden seit Tagen gewartet: Einweisungsunterlagen der Klinik. Doch als die Frau das Schreiben liest, erschrickt sie. Demnach war ihr Mann schon vor Tagen im Krankenhaus erwartet worden. Der Brief kam viel zu spät an. Wie das?

Post braucht acht Tage für Zustellung

Beim Blick auf den Poststempel wird ihr klar: Der Umschlag wurde bereits vor mindestens acht Tagen auf den Postweg gebracht. Acht Tage. So lange brauchte die Post für die Zustellung, für den Transport des Schreibens von A nach B - zwei Orte innerhalb von Baden-Württemberg, die keine 100 Kilometer voneinander entfernt liegen. "Das darf nicht wahr sein", denkt sie und versucht, einen Verantwortlichen bei der Post telefonisch zu erreichen.

Das Ehepaar wohnt in einem Nachbarort von Rottweil. An jenem Tag landeten sieben Kuverts in ihrem Briefkasten. Post, die der Stempelprägung zufolge mehrere Tage zuvor aufgegeben worden waren. Darunter geschäftliche Unterlagen. Die Frau meldet sich bei uns, nachdem wir in unserer Zeitung zur selben Zeit von gravierenden Problemen des Dienstleistungsunternehmen im Raum Rottweil berichtet haben.

Auf unsere erste Anfrage hin hatte die Pressestelle in Stuttgart eingeräumt, es gebe seit der ersten November-Woche im Zustellstützpunkt Rottweil einen erhöhten Krankenstand. Zusteller benachbarter Bezirke seien nach Rottweil eingeteilt worden.

Zudem wolle man Zeitverzögerungen bei der Zustellung vermeiden: Alle Kräfte seien angehalten worden, die Zustellung am nächsten Tag von der Stelle aus zu beginnen, an der sie am Tag zuvor die Zustellung unterbrochen hätten. Dadurch solle ausgeschlossen werden, dass Kunden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen keine Post erhielten, äußerte der Sprecher.

Offensichtlich konnte diese Vorgabe nicht eingehalten werden. Nicht nur im Falle des Ehepaars. Immer wieder melden sich Leser unserer Zeitung und beklagen sich darüber, dass Briefe tagelang unterwegs seien, bis sie ankämen. Das Dilemma mit der Post ist auch schon Thema in einer Ortschaftsratssitzung eines Rottweiler Teilorts gewesen.

Und Weihnachten?

Von Entwarnung kann keine Rede sein. Wie der Sprecher der Deutschen Post auf neuerliche Anfrage äußert, habe sich der Krankenstand nicht wesentlich verbessert. Seit Ende November seien neue Grippeerkrankungen aufgekommen und erkrankte Kollegen seien nicht, wie erhofft, an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt.

Man sei weiterhin auf die Unterstützung der Kollegen aus der Nachbarschaft angewiesen. Das Unternehmen versuche, mit verschiedenen Vorkehrungen die Verzögerungen so kurz wie möglich zu halten. Aus diesem Grund sei es ihnen nicht erklärlich, wie ein Brief nach acht Tagen ausgeliefert worden sein soll. Die Verantwortlichen vor Ort könnten sich diese Verzögerung nicht erklären und möchten dieser Sache nachgehen.

Wie jeder Zustellstützpunkt der Deutschen Post habe auch der Stützpunkt in Rottweil einen Vertreterbestand, der in aller Regel Urlaubsabwicklung, freie Tage, Lehrgänge und Erkrankungen gut ausgleiche, so die Auskunft des Post-Sprechers. Da der Krankenstand in diesem Fall deutlich über den Erfahrungswerten liege, gebe es für den Standort Rottweil auch weiterhin Unterstützung von anderen Stützpunkten und vereinzelt werde die Möglichkeit der Übertragung von Zustellbezirken ergriffen.

Wann sich die Situation bessert? "Bitte haben Sie, da wir gelernt haben, Grippewellen nicht allzu optimistisch zu bewerten, Verständnis, dass wir keine Prognosen zum Krankenstand in den nächsten Tagen abgeben", lautet die ausweichende Auskunft.

Der Personalengpass kommt zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Weihnachten steht vor der Tür. Wie der Logistiker garantierten will, dass die Weihnachtspost noch vor Weihnachten ankommt? Den Angaben des Post-Sprechers zufolge sei bereits seit Mitte November zusätzliches Personal eingeplant, das bei der Bewältigung der Sendungsmengen bis Weihnachten unterstütze. "Vorausgesetzt, dass die Einlieferungsschlusstermine eingehalten werden, werden wir bundesweit und natürlich auch in Rottweil alles dafür tun, dass die Sendungen rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen", so die Angaben.

Weitere Informationen gibt es unter diesem Link.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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