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Kreis Rottweil Animal-Hoarding: Mindestens fünf Tiere tot

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Die kleinen Rassekatzen können nun in einer sauberen Umgebung spielen. Foto: Cools

Kreis Rottweil - Nach dem extremen Fall von Animal Hoarding in Rottweil zeigt sich: Die Tiere leiden nicht nur an Katzenschnupfen. Nach dem Tod zweier Welpen auf der Katzenstation des Oberndorfer Tierschutzvereins wurde eines der Tiere obduziert. Bei der Untersuchung wurde ein Magen-Darm-Infekt festgestellt.

Ein Vor-Ort-Besuch: Munter tollen die Kleinen durch das Zimmer. Hier, in der Katzenstation des Oberndorfer Tierschutzvereins, scheint die Welt in Ordnung. Doch sie ist es nicht. Es sind bedrückende Szenen, die sich nach dem landesweit größten Fall von Animal Hoarding in den Tierheimen der Region abspielen. Über 200 Tiere sammelte eine Familie in zwei Häusern in Rottweil und Zimmern-Stetten an. Die hygienischen Bedingungen - unvorstellbar, sagen die, die vor Ort waren. Seit der Räumung der Häuser herrscht bei den Tierschutzvereinen in Rottweil, Schramberg, Sulz und Oberndorf Ausnahmezustand. Allein die Katzenstation in Oberndorf nahm 40 Tiere auf. Für Stationsleiterin Xenia Frittmann und ihre Mitstreiter der Beginn eines täglichen Kampfes um das Leben ihrer Schützlinge.

Minutenlanger Todeskampf

Ein Kampf, den die Tierschützer nicht immer gewinnen. Ein Schrei gellt durch den Raum. Ein kleines Tigerkätzchen liegt völlig überstreckt da. Gerade eben hatte es noch mit seinen Geschwistern gespielt. "Oh nein, bitte nicht", entfährt es Frittmann. Sie ahnt Schlimmes: der Welpe wird es nicht schaffen. Fast zehn Minuten dauert der Todeskampf. Der kleine Körper krümmt sich vor Schmerzen, der Anblick ist herzzerreißend. Xenia Frittmann tut, was menschenmöglich ist. Sie versucht, den Kreislauf zu stabilisieren, den Welpen zu Beatmen. Am Ende bleibt ihr nur, dem toten Kätzchen einen Namen zu geben. Dafür war bislang schlicht keine Zeit, zu groß war die Arbeitsbelastung nach der Beschlagnahmung der Tiere. Nun aber ist es soweit: "Niemand geht ohne Namen", sagt Frittmann. "Yellow" nennt das Team den kleinen Kater mit den niedlichen Teddybärohren.

Momente wie diese bringen die Tierschützer an ihre Grenzen. Seit zehn Jahren ist Frittmann im Tierschutz aktiv, niemals zuvor hat sie einen Katzenwelpen verloren. Von den kleinen Kätzchen aus dem Rottweiler Animal Hoarder-Haushalt ist nun schon das zweite tot. Für die Stationsleiterin und ihr Team ein Tiefschlag. Zumal die anderen Welpen noch längst nicht über dem Berg sind.

Nur Symptome behandelbar

Denn zwei Wochen nach "Yellows" Tod steht fest, was dem Kater zum Verhängnis wurde. Bei der pathologischen Untersuchung wurde ein Magen-Darm-Virus festgestellt. In Kombination mit dem Katzenschnupfen zu viel für den geschwächten Welpen. Schon der Darm-Infekt alleine könne für kleine Katzen tödlich enden, erklärt Afra-Verena Mang, Amtstierärztin beim Veterinäramt Rottweil. Wichtig sei nun vor allem, die Tiere mit Flüssigkeit zu versorgen. Dazu müssten den Tieren Infusionen gelegt werden. Anders lasse sich der Flüssigkeitsverlust nicht ausgleichen. Wie auch beim Katzeschnupfen, erklärt Mang, ließen sich nur die Symptome des Infekts behandeln.

Grenzen der Belastbarkeit

Im Idealfall, sagt Mang, sollten die infizierte Tiere isoliert werden um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dies sei auch in vielen Fällen schon geschehen. Einige Katzenjunge befänden sich bereits in stationärer Behandlung. In den anderen Fällen arbeite man an einer Lösung. Mindestens fünf Tiere sind bis jetzt an den Folgen der schlechten Haltung gestorben.

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