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Kreis Rottweil Alle Schulen haben einen Glasfaseranschluss

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Feiern den Abschluss des Projekts "Schulen ans Glasfaser" (von links): Landrat Wolf-Rüdiger Michel, AteneKom-Geschäftsführer Tim Brauckmüller, Kultusministerin Susanne Eisenmann, Telekom-Konzernbevollmächtigter Jürgen Lück, Digitalminister Thomas Strobl und die beiden Schulleiter Ingo Lütjohann und Stefan Steinert. Foto: Schulz

Kreis Rottweil - Wenn zwei Minister zur selben Zeit am selben Ort sind, dann muss etwas Besonderes geschehen sein. Ist es auch: Der Landkreis Rottweil feiert den Abschluss von "Schulen ans Glasfaser". Es handelt sich um ein weiteres digitales Vorzeigeprojekt mit landesweiter Ausstrahlung.

Thomas Strobl (CDU) ist da. Der stellvertretende Ministerpräsident ist bei der Landesregierung für die Digitalisierung verantwortlich. Susanne Eisenmann (CDU), die Kultusministerin, ist am Dienstag um die Mittagszeit ebenfalls in das Berufsschulzentrum nach Rottweil gekommen. Der Grund für das doppelte Erscheinen an Politprominenz: In der Bildungseinrichtung wird der Abschluss des Projekts "Schulen ans Glasfaser" gefeiert.

In den vergangenen beiden Jahren sind 69 Schulen im Kreis mit schnellen Glasfaseranschlüssen versorgt worden. Bund (755.000 Euro) und Land (300.000) haben das Vorhaben finanziell unterstützt. Die Schulträger im Kreis haben selbst 450.000 Euro dazu beigetragen.

Zweiter Teil der Digitalisierungsoffensive 

Das Projekt "Schulen ans Glasfaser" ist schon das zweite Vorhaben in der landkreisweiten Digitalisierungsoffensive. Beim ersten – von 2015 bis 2018 – wurde der Glasfaserausbau vorangetrieben. Der Landkreis wählte – auf Betreiben von Landrat Wolf-Rüdiger Michel – das sogenannte Deckungslückenmodell. Mit der Telekom als Partner investierte der Landkreis fast zwölf Millionen Euro, um möglichst vielen Haushalte und Unternehmen schnelles Internet zu ermöglichen.

Es gibt nicht viele Landkreise, die diesen Weg gewählt haben. Landrat Michel musste sich deshalb viel Kritik anhören. Auch die damalige grün-rote Landesregierung unterstützte das Vorhaben zunächst nicht. Dann gab es doch Geld, parallel zu den zugesagten Bundesmitteln. Insgesamt flossen an die 8,4 Millionen Euro.

Der Erfolg gibt Michel nun Recht. Der Landkreis gehört nun zu den wenigen, in dem die Menschen relativ schnell durch das große weite Netz surfen können. Minister Strobl sagt gar, in Rottweil gebe es das schnellste Internet weltweit. 50 Megabit in der Sekunde seien in allen Haushalten erreichbar.

Weiße Flecken versorgen

Es geht weiter. Das ambitionierte Ziel des Landrats und des Kreistags ist es nun, auch noch die restlichen sogenannten weißen Flecken im Kreis mit einem schnellen Internetzugang zu versorgen. Auch das ist ein Millionenprojekt, das von Land und Bund mit insgesamt 49 Millionen Euro unterstützt wird. Das alles zeigt: Landrat Michel ist das schnelle Internet im Kreis ein wichtiges Anliegen. In der Feierstunde äußert er, wie wichtig es sei, in die jungen Menschen zu investieren. Die Köpfe der jungen Menschen seien der einzige Rohstoff im Landkreis. Die Pandemie habe gezeigt, wie notwendig die Digitalisierung sei.

Auch Ministerin Eisenmann würdigt die "großartige Leistung". Sie geht auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Schulen ein. Es habe kein strukturiertes Vorgehen gegeben, da eine Pandemie mit solchen Auswirkungen nicht vorhersehbar gewesen sei. Die Kultusministerin räumt ein, dass man in dem Bereich der Digitalisierung schneller werden müsse. Sie unterstreicht, wie wertvoll die direkten Kontakte seien.

Sie wirbt darum, an Schulen den profunden Umgang mit Informationen zu lernen. In Schulen in Nordeuropa gebe es Fächer, die sich mit Wahrheiten und Lügen im Internet befassten. Kritik, gesundes Misstrauen seien heute wichtiger denn je. Eisenmann spricht sich für eine Mischung aus digitaler und klassischer Bildung aus.

Lobende Worte gibt es auch von den weiteren Partnern des Projekts: Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der AteneKom GmbH in Berlin, und Jürgen Lück, Telekom-Konzernbevollmächtigter für die Region Südwest.

Dass eine gute digitale Infrastruktur auch Spaß machen kann, zeigt eindrucksvoll Ingo Lütjohann, neben Stefan Steinert Schulleiter der Beruflichen Schulen Rottweil. Mit Kameras ausgestattet laufen drei Lehrer von unterschiedlichen Orten der Schule aus in den Veranstaltungssaal. Die laufenden Bilder werden auf einer Wand gezeigt. Es funktioniert sogar. Das ist wirklich ein gutes Zeichen.

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