Das St. Elisabethen-Krankenhaus engagiert sich für den internationalen Tag der Hebamme am heutigen Montag, 5. Mai, und betont die Bedeutung des Berufs. Während der Geburt und im Wochenbett leisten Hebammen einen entscheidenden Beitrag.
Ob Risikogeburt oder herausfordernde äußere Umstände: In Ausnahmesituationen sind es Hebammen, die mit Erfahrung, Ruhe und Kompetenz dafür sorgen, dass werdende Mütter und Neugeborene die bestmögliche Versorgung erhalten, heißt es in der Pressemitteilung der Kreiskliniken Lörrach. Darauf macht der internationale Tag der Hebamme am heutigen 5. Mai aufmerksam. Das diesjährige Motto des internationalen Hebammenverbands (ICM) lautet: „Midwives: critical in every crisis“ – sinngemäß: „Hebammen sind in jeder Krise unverzichtbar.“
Verlässliche Versorgung
Auch in Deutschland zeige sich immer wieder, wie unverzichtbar die Arbeit der Hebammen ist – sei es in der Geburtshilfe, bei Risikoschwangerschaften oder bei der Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung in ländlichen Regionen, heißt es in der Mitteilung weiter. Am St. Elisabethen-Krankenhaus in Lörrach stehen die Hebammen Tag und Nacht bereit. Sie begleiten Geburten, fördern die Gesundheit von Mutter und Kind in der sensiblen Wochenbettzeit und leisteten damit einen entscheidenden Beitrag – nicht nur im normalen Klinikalltag, sondern auch unter erschwerten Bedingungen. Im Großraum Lörrach würden sie eine verlässliche Versorgung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett gewährleisten, heißt es inder MItteilung. „Hebammen leisten in jeder Situation – auch unter schwierigen Bedingungen – einen unschätzbaren Beitrag zur Versorgung von Frauen und Neugeborenen“, betont Prof. Dr. Michael Bohlmann, Chefarzt des Zentrums für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Ihre Kompetenz, Erfahrung und Ruhe geben werdenden Müttern Sicherheit – auch dann, wenn es schnell gehen muss oder Komplikationen vor, während oder nach der Geburt auftreten.“
Keine Beruf – eine Berufung
Petra Betting, leitende Hebamme am St. Elisabethen-Krankenhaus, begleitet seit über 35 Jahren Geburten – nach 1500 hat sie aufgehört zu zählen. Für sie ist jede Geburt einzigartig: „Manchmal bin ich immer noch zu Tränen gerührt“, sagt sie. „Hebamme zu sein ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Man braucht Ruhe, Geduld und ein Gespür dafür, wann man sich zurückhält und wann man aktiv ist.“ Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr eine Zwillingsgeburt, bei der eigentlich ein Kaiserschnitt geplant war: „Die Kinder hatten aber ganz offensichtlich für sich entschieden, dass sie lieber auf natürlichem Wege zur Welt kommen wollten – und das sehr zügig. Als die Eltern ankamen, war es schon zu spät für einen Eingriff. Die Geburt verlief schnell und unkompliziert.“ Hebammen spielen auch in der Nachsorge eine zentrale Rolle: Sie unterstützen beim Stillen, stärken die elterlichen Kompetenzen und fördern so die körperliche und emotionale Gesundheit der jungen Familien – ein entscheidender Resilienzfaktor, besonders in Krisenzeiten.
Frühzeitige Infos
Als Perinatalzentrum Level 1 biete das St. Elisabethen-Krankenhaus eine hoch spezialisierte Versorgung auch bei Risikoschwangerschaften. Die enge räumliche Anbindung von Kreißsaal, Schwangerenstation, Kaiserschnitt-OP, Neugeborenen-Intensivstation und Mutter-Kind-Station ermögliche eine lückenlose Betreuung durch die Hebammen und das ärztliche Team auf höchstem medizinischem Niveau. Eltern könnten sich frühzeitig über den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt informieren – etwa bei den regelmäßigen Infoabenden im großen Saal, jeweils am letzten Dienstag im Monat, um 19 Uhr. Stillinformationsabende werden am zweiten Dienstag im Monat ebenfalls um 19 Uhr angeboten. Zum Internationalen Tag der Hebamme sagt Betting: „Es ist ein Privileg, bei der Geburt eines Kindes dabei zu sein. Und es erfüllt mich mit Dankbarkeit, diesen Weg gemeinsam mit den Familien gehen zu dürfen.“