Esther Philipps ist als neue Dekanin des Markgräflerlands eingeführt worden.
Esther Philipps, bisher stellvertretende Dekanin in Pforzheim, hat am 1. November die Stelle als Dekanin des Kirchenbezirks Markgräflerland angetreten. Am Sonntag erfolgte die feierliche Einführung durch Landesbischöfin Heike Springhart in der Evangelischen Stadtkirche Schopfheim. Der 16. November ist ein guter Tag für die neue Dekanin, wie die Landesbischöfin bemerkte. An diesem Tag wurde sie von 22 Jahren als Pfarrerin ordiniert.
Wie vor 22 Jahren passte es wieder: eine Einführung als Dekanin mit vielen Gästen aus Südbaden und dem nordbadischen Pforzheim, eine angenehme, freundschaftliche Atmosphäre und eine musikalische Begleitung durch den Spontanchor mit Sängerinnen und Sängern aus dem Kirchenbezirk und den Kirchenmusikdirektoren Christoph Bogen und Rainer Marbach sowie dem Bezirkskantor Thomas Kaufmann.
Auch der Wochenspruch der Evangelischen Kirche fügte sich wunderbar ein, wie Springhart bemerkte. Er gibt Orientierung in der neuen Aufgabe der Dekanin. „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.“ Der Hinweis aus dem Korintherbrief soll Richtung geben, wenn es gilt, den Erwartungen und Aufgaben in Leitungsämtern gerecht zu werden. „Es allen recht zu machen - das wird nicht gelingen“, da ist sich die Landesbischöfin sicher, „auch perfekt wird nicht möglich sein“.
„Das ist einmalig“
Das Verlesen der Einführungsurkunde durch die Landesbischöfin wurde mit Applaus bedacht. „Das ist einmalig“, so Springhart und „zeigt die Fröhlichkeit und Offenheit, mit der die Menschen ihrer neuen Dekanin begegnen“.
Die erste Predigt der neuen Stelleninhaberin im Markgräflerland ging auf den Brief an Timotheus ein. „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, Liebe und Besonnenheit gegeben.“ Besonnen, das will sie sein. Besonnenheit fordert Kraft und mahnt zum Diskurs. Ein Diskurs, der im Rahmen der neuen Strukturierung 2032 in der Evangelischen Landeskirche gefordert sein wird. Für Philipps gehören Kraft, Liebe und Besonnenheit zusammen. Keine der drei Gaben ist herauszuheben, die Verbindung in Besonnenheit ermöglicht Kraft und Liebe.
Gute Grundlage für gemeinsame Gespräche
Den Segen für die neue Amtsinhaberin im Dekanat sprach die Landesbischöfin gemeinsam mit Ruth Nakatenus, ehemalige Pfarrerin aus Pforzheim und Angelika Walliser, Vorsitzende der Bezirkssynode Markgräflerland.
Die Moderation des Empfangs nach dem Gottesdienst lag in den Händen von Ulrike Krumm und Angelika Walliser, die gemeinsam durch den Abend führten. Landrätin Marion Dammann verriet in ihrer Begrüßung eine Gemeinsamkeit mit Philipps. Der Bibelspruch zur Kraft, Liebe und Besonnenheit ist auch ihr Begleiter durch den Arbeitstag. Eine gute Grundlage für gemeinsame Gespräche, bei denen es auch im Landkreis um Strukturverbesserungen gehen wird.