Jonas Hoffmann MdL (2.v.l.) mit Nicolas Bühler, Petteri Möhwald, Anja Hanke und Joachim Schweizer von der GEW Kreis Lörrach (v.l.n.r.). Foto: zVg/Jonas Hoffmann

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft tauschte sich mit mit Jonas Hoffmann aus.

Im jährlichen Austausch sind die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Kreis Lörrach und SPD-Abgeordneter Jonas Hoffmann einig: Ein starker Ausbildungsstandort sichert Lehrkräfte. Und es braucht endlich multiprofessionelle Teams an Schulen, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Vor vielen Jahren war Lörrach Seminarstandort für die Lehrerausbildung. Heute gelte das nur noch für die Primarstufe. Wo junge Menschen gemeinsam lernen, Freundschaft schließen, ins Berufsleben starten und Familie gründen, da blieben sie oft wohnen. Das bestätigen Anja Hanke und Petteri Möhwald von der GEW, die selbst als junge Lehrkräfte in die Region zogen.

Versetzungen von Lehrern

Die Realität sehe allerdings anders aus, heißt es in der Medienmitteilung von Jonas Hoffmann Über 200 Versetzungsanträge von Lehrkräften aus den Kreisen Lörrach und Waldshut liegen beim Regierungspräsidium in Freiburg vor. Eine Anfrage von Hoffmann an die Landesregierung zeige zudem, dass in den vergangenen fünf Jahren überdurchschnittlich viele Lehrkräfte in der Grenzregion den Lehrberuf verlassen hätten. Eine Stärkung von Lörrach als Ausbildungsstandort für Lehrkräfte verspreche Potenzial. Hoffmann betonte in diesem Zusammenhang die positive Wirkung der Dualen Hochschule auf den Standort Lörrach.

Eine weitere Besonderheit der Region sind laut Hoffmann große soziale Unterschiede. Zehn Schulen aus der Region hätten deshalb zusätzliches Geld auf Basis einer sogenannten sozialindexbasierten Bemessung erhalten. Einige Schulen hätten die erhaltenen Mittel in den Aufbau multiprofessioneller Teams gesteckt. Damit sei eine Unterstützung und Ergänzung von Lehrkräften durch Schulpsychologin, Sozialarbeiter, Logopädin und anderer Kräfte gemeint.

Für Jonas Hoffmann gelte: „Bildung braucht Beachtung. Gerade in unserer Grenzregion. Mehr Ausbildung in Lörrach und multiprofessionelle Teams helfen allen: Lehrkräften, Schülern und Eltern.“

Ein wiederkehrendes Thema sei der marode Zustand einiger Schulen im Landkreis. Wo Kabel ungesichert von der Decke hängen und es in Sporthallen tropft, werde das Lernen zur Nebensache, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Sanierung als Priorität

Der GEW-Kreisvorsitzende Nicolas Bühler und Hoffmann seien sich einig: Die Sanierung der Schulgebäude müsse künftig deutlich höhere Priorität erhalten. Es gehe nicht nur darum, die Gebäude instand zu setzen, sondern auch sichere und zeitgemäße Lernumgebungen für die Schüler zu schaffen. Nur so könne gewährleistet werden, dass Bildung auf hohem Niveau stattfinden kann und Lehrkräfte unter angemessenen Bedingungen arbeiten würden, so Hoffmann abschließend in seiner Mitteilung.