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Kreis Freudenstadt Zahl der Coronavirus-Infektionen dreistellig

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Coronatest. Die begrenzten Laborkapazitäten sollen so wirkungsvoll wie möglich eingesetzt werden. Foto: photoguns – stock.adobe.com

Kreis Freudenstadt - Die Zahl der nachgewiesenen Fälle einer Corona-Infektion im Landkreis Freudenstadt ist jetzt dreistellig. Am Mittwoch wurde der 100. Fall offiziell bestätigt. Derweil ändert die zentrale Abstrichpraxis in Baiersbronn ihre Strategie.

Auf der Internetseite des Landratsamts waren am Mittwoch noch 75 Fälle angegeben. Dazu kamen 25 neue Infektionen, die noch nicht in die Statistik eingespeist waren, aber vom Labor bereits als "Positiv"-Testung vorlagen. Dies erklärte Wolfgang von Meißner von der Praxisgemeinschaft "Hausärzte am Spritzenhaus" auf Nachfrage. Am Mittwoch wurden in Baiersbronn erneut Abstriche von 75 Personen genommen, die von ihren Hausärzten zum Corona-Test geschickt worden waren.

Newsblog zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region

Ab sofort läuft das Prozedere etwas anders: Junge Patienten ohne chronische Erkrankungen, die sich aufgrund der festgestellten Symptome ganz offensichtlich mit dem neuartigen Virus angesteckt haben, werden nicht mehr mit hoher Priorität zum Abstrich geschickt, sondern direkt in häusliche Isolation. Dort müssen sie bleiben, bis sie als wieder gesund gelten. Das heißt: Sie sind mindestens zwei Wochen nach der Infektion in Quarantäne und seit mindestens 48 Stunden ohne Beschwerden. Eine "Gesundtestung", also ein zweiter Test nach der Heilung, gibt es übrigens nicht. Jungen und gesunden Menschen könne der Erreger nach Erkenntnissen der Medizin selten etwas anhaben. "Auch ein schwerer Verlauf tritt meist nicht sofort ein, sondern entwickelt sich über Tage", beruhigt der Arzt.

Die Änderung im Ablauf erfolgt auf Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) und folgt einer simplen Erkenntnis: Die Laborkapazitäten sollen so eingesetzt werden, dass sie bestmögliche Wirkung entfalten, um das Virus einzudämmen. Denn an der Zahl der Abstriche – in Baiersbronn könnten bis zu 400 Patienten pro Tag getestet werden – liegt es nicht. Begrenzt seien vielmehr die Möglichkeiten der Institute, die Proben zeitnah auszuwerten.

Laborkapazitäten sollen freigeschalten werden

Um schwere Verläufe mit schlimmstenfalls tödlichem Ausgang zu vermeiden, sollen Laborkapazitäten zum Schutz der Risikopatienten freigeschaufelt werden. Dazu zählen laut von Meißner unter anderem ältere Menschen und Patienten, die Herz- oder Lungenerkrankungen haben, an Diabetes leiden oder ein geschwächtes Immunsystem haben. Heißt konkret: Abstriche werden bevorzugt von jeden Personengruppen genommen, die selbst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind und viel in Kontakt mit gesundheitlich geschwächten Menschen sind.

Dazu zählen Ärzte und Pflegekräfte in Kliniken und Seniorenheimen, bei ambulanten Pflegediensten und Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Bei Anzeichen einer Sars-Cov2-Infektion müssten sie umgehend aus dem Dienst genommen werden. Die Entscheidung, wer von ihnen zum Abstrich soll, treffe wie in allen anderen Fällen auch der Hausarzt.Wolfgang von Meißner betont, dass die Regeln vom RKI und der Kassenärztlichen Vereinigung kommen. "Wir versuchen lediglich, sie möglichst zu 100 Prozent umzusetzen." Noch einmal ermahnt der Arzt alle und insbesondere ältere Menschen dazu, persönliche Kontakte bis auf Weiteres komplett einzustellen und alleine zu Hause zu bleiben: "Keine Besuche, nicht zum Einkaufen gehen und auf jedem Fall keine Kontakte zu Kindern."

Derweil hoffen auch die Ärzte im Kreis auf den Frühlingsbeginn. Denn zwei Dinge vertrage das Coronavirus nicht: Wärme und UV-Licht. Die Sonne scheint schon mal, Jetzt dürfte es für Wolfgang von Meißner noch etwas wärmer werden.

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